Spritpreise: Pendler können Lohnsteuer-Ermäßigung beantragen
Spritpreise: Pendler können Lohnsteuer-Ermäßigung beantragen

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) weist darauf hin, dass Berufspendler hohe Werbungskosten nicht erst mit der nächsten Einkommensteuererklärung geltend machen müssen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann schon im Jahresverlauf beim Finanzamt eine Lohnsteuer-Ermäßigung beantragt werden. Dadurch bleibt in der laufenden Gehaltsabrechnung mehr Netto vom Brutto übrig.

Kein zusätzliches Steuergeschenk

BdSt-Landesvorsitzender Sascha Mummenhoff betont: „Das ist allerdings kein zusätzliches Steuergeschenk. Die Entlastung wird lediglich vorgezogen. Eine Einmalrückzahlung der zu viel gezahlten Lohnsteuer gibt es dann nicht. Gerade wenn das Geld aber jetzt knapp ist, kann dieser zeitliche Unterschied jedoch entscheidend sein.“

Forderung nach höherer Entfernungspauschale

Der Steuerzahlerbund fordert zudem eine Erhöhung der Entfernungspauschale auf 45 Cent je Entfernungskilometer. Seit dem 1. Januar 2026 beträgt sie einheitlich 38 Cent ab dem ersten Kilometer. „Gerade Menschen, die jeden Tag auf ihr Auto angewiesen sind, bleiben erheblich belastet“, so Mummenhoff. „Dies wäre ein spürbares Signal der Anerkennung für die hart arbeitende Mittelschicht.“ Anders als der befristete Tankrabatt würde dies nicht nur kurzfristig helfen.

FDP kritisiert Steuerpolitik

Die FDP in Mecklenburg-Vorpommern schließt sich der Forderung an und verlangt eine sofortige, dauerhafte und bürokratiefreie Anhebung der Entfernungspauschale, „damit Leistung sich endlich wieder direkt im Portemonnaie auszahlt“. Die Partei kritisiert, dass Bürger, die täglich den Laden am Laufen hielten, zu Bittstellern degradiert würden, wenn sie hohe Fahrtkosten erst über komplizierte Anträge geltend machen müssten. Die von der Bundesregierung vorgeschlagenen Hilfen und den Tankrabatt bezeichnet die FDP als „reinen Staats-Voodoo nach dem Prinzip linke Tasche, rechte Tasche“. Jeder Cent, den der Staat scheinbar großzügig vorzieht oder temporär nachlässt, müsse durch den Verwaltungsapparat geschleust und von denselben Steuerzahlern wieder gegenfinanziert werden. „Das ist ökonomischer Schwachsinn“, heißt es von der Landes-FDP.