Die Tierschutzpartei hat bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern mehr Stimmen erhalten als die FDP. Nach Auszählung aller Wahlkreise kam die Partei auf 11.131 Stimmen, die FDP auf 10.415. Damit lag die Tierschutzpartei erstmals vor der liberalen Partei.
Wahlkampf mit dem Wal
Der Buckelwal „Timmy“, der wochenlang vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns für Aufsehen sorgte, spielte im Wahlkampf eine besondere Rolle. Die Tierschutzpartei, die zur Landtagswahl antrat, setzte sich öffentlich für den Meeressäuger ein. „Timmy ist uns als Individuum sehr wichtig, wir möchten uns zudem für jedes fühlende Lebewesen einsetzen“, schrieb die Partei damals. „Timmy“ stehe stellvertretend für unzählige Wale und Meerestiere, die täglich unter Plastikmüll, Überfischung, Lärmverschmutzung und Lebensraumzerstörung litten.
Direktmandat für Backhaus
Das Schicksal des Wals, das letztlich tragisch endete, bewegte in diesem Jahr vermutlich Millionen Menschen. Auch Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD), einer der Hauptprotagonisten der privaten Walrettungsaktion, profitierte bei der Wahl. Der 67-Jährige holte im Wahlkreis 17 das Direktmandat und setzte sich gegen die AfD-Mitbewerberin durch.