Aldi in Neubrandenburg: Umbau startet – Eröffnung im März 2027
Aldi Platanenstraße: Umbau bis März 2027

Der Aldi in der Platanenstraße in Neubrandenburg ist seit Anfang Oktober geschlossen. Das Unternehmen hat nun konkrete Umbaupläne und einen ungefähren Eröffnungstermin genannt. Die Verkaufsfläche soll von rund 660 auf gut 880 Quadratmeter wachsen.

Mehr Platz und neue Technik

Nach Angaben eines Sprechers von Aldi Nord soll die zusätzliche Fläche vor allem für eine übersichtlichere Warenpräsentation und bequemeres Einkaufen genutzt werden. Auch die Leergutannahme wird neu geordnet. Die Backwarenauslage erhält einen dahinterliegenden Backraum, sodass Mitarbeiter Brot und Brötchen von der Rückseite nachfüllen können.

Ein ähnliches System wurde bereits beim erneuerten Aldi in der Wilhelm-Külz-Straße eingebaut. Die Filiale in der Platanenstraße soll nach derzeitiger Planung Mitte bis Ende März 2027 wieder öffnen. Die Schließung begann am 5. Oktober und dauert damit voraussichtlich knapp sechs Monate. Einen genauen Eröffnungstag nennt Aldi noch nicht.

Einschränkungen im Umfeld

Auf dem Parkplatz könne es nach Unternehmensangaben zu geringfügigen Einschränkungen kommen. Aldi wolle die Beeinträchtigungen für benachbarte Geschäfte, Passanten und Anwohner möglichst gering halten. Konkrete Maßnahmen nennt das Unternehmen allerdings nicht.

Die Schließung hat bereits Folgen für die benachbarte Torney-Fleischerei. Sie hat ihre Verkaufsstelle ebenfalls vorübergehend geschlossen. Geschäftsführer Michael Witt erklärte dem Nordkurier, Aldi sei der Ankermieter und bringe einen großen Teil der Kundschaft. Ohne diesen Kundenverkehr lasse sich die Fleischereifiliale während der Bauzeit nicht wirtschaftlich betreiben. Torney will nach der Aldi-Wiedereröffnung aber zurückkehren. Das Unternehmen befindet sich seit August in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung.

Neueröffnung am Eschenhof

Der neue Aldi-Markt am Eschenhof soll nach Angaben des Unternehmens Ende November 2026 fertig sein und öffnen. Ein genaues Datum gibt es auch dort noch nicht. Erst am 1. Oktober hatte Aldi seine umfassend erneuerte Filiale in der Wilhelm-Külz-Straße wiedereröffnet.

Nach fast elf Monaten Schließung ist die Verkaufsfläche dort von rund 780 auf knapp 920 Quadratmeter gewachsen. Auch dieser Markt bekam unter anderem eine neue Ladeneinrichtung, breitere Gänge und einen von hinten bestückbaren Backwarenbereich. Wie schon in Neustrelitz gab es auch in der Külz-Straße Verzögerungen bei der Modernisierung.

Vier von fünf Filialen modernisiert

Damit sind vier der fünf Neubrandenburger Aldi-Filialen innerhalb weniger Jahre modernisiert worden oder stehen kurz davor. Der Markt an der Traberallee im Reitbahnviertel wurde bereits 2022 umgebaut und Anfang 2023 wiedereröffnet. Offen ist dagegen die Zukunft der fünften Filiale am Markscheiderweg in der Oststadt.

Das Unternehmen prüfe weiterhin verschiedene Möglichkeiten einer „zukunftsfähigen Entwicklung im näheren Umfeld des bisherigen Marktes“, teilte die Pressestelle mit. Ob das einen Umbau, einen Neubau oder möglicherweise einen Umzug bedeutet, bleibt offen. Die Überlegungen und Abstimmungen seien noch nicht abgeschlossen, heißt es.

In der Umgebung stehen mittlerweile relativ neue Aldi-Märkte. In Altentreptow wurde 2017 am Grünen Gang ein neuer und deutlich größerer Aldi-Markt gebaut. Sein Vorgänger am gleichen Ort stammte noch aus dem Jahr 1992. In Burg Stargard feierte Aldi im September 2021 nach rund dreijähriger Abwesenheit seine Rückkehr. Eine weitere Filiale gibt es zudem in Friedland.

Neubrandenburg sei ein wichtiger Standort, erklärte das Unternehmen auf Nachfrage. Die Erneuerung der Märkte sei Teil einer langfristigen Standortentwicklung. Ziel sei es, die Filialen zeitgemäß aufzustellen und die Versorgung in den Wohn- und Arbeitsgebieten dauerhaft zu sichern. Wie viel Geld Aldi konkret investiert, bleibt offen: Investitionssummen veröffentlicht das Unternehmen grundsätzlich nicht.