Dorfzentrum Friedrichshagen: 95.000 Euro Förderung für altes Feuerwehrhaus
Dorfzentrum Friedrichshagen: 95.000 Euro Förderung

Im Greifswalder Stadtteil Friedrichshagen entsteht aus dem alten Feuerwehr-Spritzenhaus ein Dorfzentrum. Möglich macht das eine Förderung von 95.000 Euro, die über die Jahre gesammelt wurde. Das Richtfest wurde bereits Anfang September gefeiert.

Ein Treffpunkt für Jung und Alt

„Dorfstrukturen wie kleine Gaststätten oder Einkaufsläden gibt es vielerorts nur noch selten“, erklärt Florian Stahlkopf, Mitglied des Dorffördervereins. Umso wichtiger seien seiner Ansicht nach Orte, an denen Menschen zusammenkommen und Gemeinschaft erleben könnten. „Gemeinsam mit dem angrenzenden Spielplatz soll das Dorfgemeinschaftshaus künftig den Mittelpunkt des Dorfes bilden. So entsteht ein Treffpunkt für Jung und Alt“, ist er sich sicher.

Das Gebäude für das Dorfzentrum wurde mit dem alten Feuerwehr-Spritzenhaus gefunden, die ersten Arbeiten sind erledigt. „Unser Ziel ist es, dass Gebäude im ersten Halbjahr 2027 soweit fertig zu stellen, dass es genutzt werden kann“, erklärt Stahlkopf. Die Fördergelder kamen seinen Angaben nach von der Stadt Greifswald, aus dem Bürgerfond MV und aus dem Fond für Vorpommern und das östliche Mecklenburg. Doch die 95.000 Euro sind knapp bemessen.

Eigenleistung spart Kosten

„Wir haben mit der Gauger Bau GmbH eine Baufirma gefunden, die uns unterstützt und es uns ermöglichte unseren Verein in Bauprozesse mit einzubeziehen, um durch viel Eigenleistung Kosten zu sparen“, erklärt Stahlkopf weiter. Das Ziel sei es, durch möglichst viel Eigenleistung den Bau so weit wie möglich voranzubringen und die Gelder effektiv zu nutzen.

Wie das fertige Zentrum aussehen und wofür es genutzt werden soll, steht ebenfalls fest. „Das Gebäude soll so gestaltet werden, dass es von allen Einwohnern in Friedrichshagen möglichst vielfältig genutzt werden kann“, so Stahlkopf. Grundlage dafür sei ein 60 m² großer Aufenthaltsraum mit Küche. „Wer Platz braucht für eine gute Idee, kann ihn hier bekommen.“

Veranstaltungen ziehen um

Derzeit fänden öffentliche Veranstaltungen wie Skatturniere, Ostermalereien oder Kinderfeste ausschließlich auf privatem Gelände statt. Bald sollen diese jedoch, genau wie monatliche Vereinssitzungen oder regelmäßige OTV-Sitzungen, in das neue Dorfzentrum verlegt werden.

Bisher liegt das Dorf mit seinem Vorhaben gut in der Zeit. „Die bislang zügige Umsetzung ist vor allem dem Engagement zahlreicher Helfer, Unterstützer und Förderer zu verdanken“, erklärt Stahlkopf. Sogar das Richtfest konnte Anfang September bereits gefeiert werden. Die Tage, die das Dorf ohne ein richtiges Dorfzentrum auskommen musste, sind also gezählt.