Bei Schweißarbeiten an einem Radkasten hat sich am Sonntagvormittag in Bützow ein Großbrand entwickelt. Die Innenausstattung eines Sanitätsfahrzeugs entzündete sich vermutlich zunächst unbemerkt, das Feuer breitete sich in Windeseile aus und zerstörte große Teile der Autowerkstatt Wittfoth.
Lebenswerk in Flammen
„Es ist eine einzige Katastrophe“, sagte Harald Dethloff, Inhaber der Autowerkstatt, während rund 85 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus dem Amt Bützow-Land versuchten zu retten, was nicht mehr zu retten war. Dethloff musste mit ansehen, wie seine Existenz und sein Lebenswerk den Flammen zum Opfer fielen. Das Autohaus gibt es seit 1993, es wird inzwischen hauptsächlich als Werkstatt und Lager genutzt.
„In einem Jahr hätte ich in Rente gehen können“, sagte Dethloff. Er war am Sonntag nur zur Arbeit gefahren, um ein Fahrzeug für den TÜV am Montagmorgen vorzubereiten. „Ich habe das zuerst gar nicht mitbekommen. Ich habe dann gehört, dass es knistert. Als ich die Seitentür aufgeschoben habe, brannte es lichterloh“, erzählte er.
Keine Rettung möglich
Da dem Fahrzeug ein Rad fehlte, konnte er es nicht schnell aus der Werkstatthalle schieben. Das Feuer breitete sich so schnell aus, dass jegliche Rettungsversuche zwecklos blieben. Die Freiwilligen Feuerwehren rückten mit einem Großaufgebot zur Schwaaner Straße kurz vor dem Ortseingang Wolken aus. Der Brand war schon aus der Ferne zu erkennen, weil eine pechschwarze Wolke gen Himmel stieg.
Neben einem Großteil des Gebäudes wurden auch zahlreiche Fahrzeuge zerstört, sie fielen den Flammen zum Opfer.