Brandstiftungsprozess um abgebrannte Eisdiele in Greifswald startet
Brandstiftungsprozess um Eisdiele in Greifswald startet

Vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Stralsund beginnt am Donnerstag, 5. November 2026, um 9 Uhr die Hauptverhandlung gegen einen 56-jährigen Angeklagten wegen Brandstiftung. Die Staatsanwaltschaft legt ihm zwei Taten in Greifswald zur Last. Das Gericht hat mehrere Zeugen und einen Sachverständigen geladen.

Brand an Bekleidungsgeschäft und Eisdiele

Nach Anklage der Staatsanwaltschaft soll der Mann am 1. Mai 2026 gegen 22 Uhr eine Mülltonne entzündet haben, die direkt an der Fassade eines Bekleidungsgeschäfts stand. Die alarmierte Feuerwehr verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude.

Für den 10. Mai 2025 wird dem Angeklagten eine weitere Tat zur Last gelegt. Er soll sich gegen 20 Uhr zu einer Eisdiele begeben und auch dort eine am Gebäude stehende Mülltonne in Brand gesetzt haben. Das Objekt geriet nach den Ermittlungen in Brand. Es entstand ein Sachschaden von mindestens 250.000 Euro.

Verfahren und mögliche Unterbringung

Für die Verhandlung sind mehrere Gerichtstage angesetzt. Der Angeklagte befindet sich aktuell in einer Justizvollzugsanstalt. Er ist nicht vorbestraft. Die Große Strafkammer hat im Eröffnungsbeschluss darauf hingewiesen, dass eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus in Betracht kommen könnte. Bis zu einem rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens gilt der Angeklagte als unschuldig, betont das Gericht.