Zwei Brände haben am Mittwochabend in Neubrandenburg und Waren an der Müritz erheblichen Schaden angerichtet. Eine Wohnung ist unbewohnbar, ein Auto und eine Garage sind ausgebrannt. Die Polizei geht davon aus, dass in beiden Fällen das Laden von Elektro-Akkus die Brandursache gewesen sein könnte. Der Gesamtschaden wird auf 160.000 Euro geschätzt. Eine Frau wurde wegen möglicher Rauchvergiftung in eine Klinik gebracht.
Brand in Mehrfamilienhaus auf dem Datzeberg
In Neubrandenburg auf dem Datzeberg brach der Brand am Mittwochabend in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus aus, in der niemand zu Hause war. Die Bewohner der anderen neun Wohnungen mussten kurz vor 20 Uhr das Gebäude verlassen. Die Feuerwehr löschte den Brand.
Nach ersten Ermittlungen soll ein beschädigter Lithium-Ionen-Akku das Feuer verursacht haben. Laut Polizei könnte es sich dabei um einen Fahrrad-Akku gehandelt haben. Die Polizei hat gegen den 64-jährigen Wohnungsmieter, der abwesend war, ein Strafverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung eingeleitet.
Hybrid-Auto in Garage in Flammen
Kurz zuvor war in Waren ein Hybrid-Auto in Flammen aufgegangen. Der Mercedes war zum Laden in einer geschlossenen Garage in der Helmut-von-Gerlach-Straße abgestellt und dort an das Stromnetz angeschlossen gewesen. Die Feuerwehr konnte nur noch verhindern, dass die Flammen auf das benachbarte Wohnhaus übergriffen.
Die Autobesitzerin erlitt Rauchvergiftungen und kam in die Klinik. Auto und Garage wurden ein Raub der Flammen, der Schaden wurde auf etwa 80.000 Euro geschätzt. Hybridautos verbinden in den meisten Fällen Antriebe eines Verbrennungsmotors mit einem Elektromotor.
In beiden Fällen soll ein Brandgutachter die Umstände der Brände noch einmal genauer untersuchen.