Eisengießerei Ueckermünde wird endgültig geschlossen
Eisengießerei Ueckermünde schließt endgültig

Die Eisengießerei in Ueckermünde (Landkreis Vorpommern-Greifswald) wird endgültig zum Jahresende geschlossen. Das ist das Ergebnis eines Treffens zwischen Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Wolfgang Blank (parteilos), Ueckermündes Bürgermeister Tino Spiegelberg (parteilos) und der Geschäftsführung der Breyden-Gruppe am Freitag in Berlin.

Bemühungen zum Erhalt gescheitert

Noch vor einer Woche hatte Blank betont, dass der Standort unbedingt erhalten bleiben solle. Bei dem damaligen Treffen in Ueckermünde waren noch Möglichkeiten zum Erhalt der Gießerei besprochen worden. Diese Bemühungen blieben nun offenbar erfolglos.

Hohe Kosten und Konkurrenz aus China

Nach Angaben von Breyden-Geschäftsführer Sebastian Simon würde der Weiterbetrieb der Gießerei in ihrer jetzigen Form nur noch Verluste verursachen. Als Gründe nennt er hohe Energie- und Personalkosten sowie die zunehmende Konkurrenz aus China. Hinzu kommen hohe Transportkosten für Altmetall, das als Grundstoff für die Produktion benötigt wird. Im Vergleich zum ebenfalls von der Breyden-Gruppe betriebenen Standort Neunkirchen im Saarland seien die Transportwege nach Ueckermünde deutlich länger.

Bereits seit Anfang des Jahres hatte die Gießerei, die vor allem Gussteile für Autobremsen produziert, mit einer zu geringen Auftragslage zu kämpfen. Versuche, neue Kunden zu gewinnen und die Produktion zu modernisieren, blieben ohne Erfolg.

Sozialplan für etwa 300 Beschäftigte

Von der Schließung sind etwa 300 Beschäftigte betroffen. Für sie sollen am kommenden Mittwoch die Verhandlungen über einen Sozialplan beginnen. Bereits nach Bekanntwerden der Schließungspläne Anfang Oktober hatten Betriebsrat und IG Metall nach Lösungen für die Belegschaft gesucht.

Die Breyden-Gruppe will sich künftig auf andere Standorte konzentrieren. Insbesondere die Gießerei im saarländischen Neunkirchen soll nach Angaben von Geschäftsführer Simon unbedingt erhalten bleiben.