Nach dem Treffen von Geschäftsführung, MV-Wirtschaftsminister Wolfgang Blank (parteilos) und Ueckermündes Bürgermeister Tino Spiegelberg (parteilos) am Freitagabend bleibt der Kurs des Unternehmens unverändert: Die Breyden-Geschäftsführung hält an der Schließung der Eisengießerei fest. Das berichtet der NDR.
Sozialplan-Verhandlungen beginnen am Mittwoch
Für die Beschäftigten zählt nun vor allem, was als Nächstes passiert. Nach NDR-Angaben sollen bereits am Mittwoch die Verhandlungen über einen Sozialplan beginnen. Im Raum stehen fast 300 Arbeitsplätze.
Mit dem Start der Sozialplan-Verhandlungen rückt der Betriebsrat ins Zentrum. Schon Anfang Oktober war bekannt geworden, dass die Unternehmensleitung mit der Arbeitnehmervertretung über die Folgen der Schließung sprechen will. Jetzt gibt es dafür einen konkreten Zeitplan. Dabei wird es vor allem darum gehen: Fristen, Abfindungen, Übergänge und die Frage, wie die Folgen für die Beschäftigten abgefedert werden können.
Gewerkschaft sieht Bedrohung für die Region
Die IG Metall Stralsund-Neubrandenburg bezeichnet die Entwicklung als Bedrohung für Arbeitsplätze, Familien und die wirtschaftliche Zukunft der Region. Die Gewerkschaft verweist auf ihrer Website auf die Folgen für Beschäftigte und den Industriestandort Ueckermünde.
Wie groß der Druck unter den Mitarbeitern ist, darüber wurde bereits berichtet. Ganze Familien bangen um die Zukunft. Sie treffen sich regelmäßig zu Mahnwachen und fordern mehr Unterstützung aus der Bevölkerung.
Schließung bestätigt, Rettung weiter offen
Als Gründe für das Aus nennt die Geschäftsführung der Breyden-Gruppe hohe Energie- und Personalkosten, Konkurrenz aus China sowie fehlende politische Unterstützung. Seit Freitagabend hat sich an dieser Linie nichts geändert.
Offen bleibt, ob aus Politik, Stadt oder dem Umfeld des Unternehmens noch ein neuer Rettungsversuch kommt. Bislang liegt nur eines fest auf dem Tisch: Die Geschäftsführung bestätigt die Schließung, und für die Beschäftigten beginnen die Auseinandersetzungen über die Folgen.