In Malchin hat die Polizei einen 32-jährigen Mann festgenommen, der für zahlreiche Straftaten in der Region verantwortlich sein soll. Der mutmaßliche Serientäter war Mitte September bei einem Fluchtversuch in den Peenekanal gesprungen und zunächst entkommen. Nun klickten die Handschellen in einer Wohnung in Malchin.
Mehr als 100 polizeilich bekannte Vorfälle
Nach Angaben der Polizei ist der 32-Jährige seit Januar des vergangenen Jahres mehr als 100 Mal polizeilich aufgefallen. Die Vorwürfe umfassen Einbrüche, Diebstahl, illegale Autorennen und gewalttätigen Widerstand gegen Polizisten. An manchen Tagen habe es gleich mehrere Einsätze wegen des Mannes gegeben.
Der Festgenommene wurde einem Haftrichter vorgeführt. Das Landgericht Neubrandenburg erließ Haftbefehl gegen den 32-Jährigen. Die vorgeworfenen Straftaten ereigneten sich vor allem in Malchin und im Umland.
Frühere Vorfälle mit Gewalt
Im vergangenen Jahr soll der Mann an einem brutalen Übergriff in der verlassenen Gaststätte am Malchiner Sportboothafen beteiligt gewesen sein. Bei einem Vorfall in Neukalen soll er zwei Beamte mit Tritten verletzt haben, einer von ihnen sei daraufhin zunächst dienstunfähig gewesen.
Die Serie von Straftaten hatte in Malchin seit Monaten für Unruhe gesorgt. Immer wieder war der Vorwurf laut geworden, dass die Behörden gegen den Verdächtigen nichts unternehmen würden.
Großaufgebot und Drohnensuche
Bei der Suche nach dem Mann nach seiner Flucht in den Peenekanal hatte die Polizei sogar eine Drohne eingesetzt – vergeblich. Bei einem Vorfall in Neukalen, bei dem der Mann zunächst einen Stein in ein Küchenfenster geworfen haben soll, während sich die dort wohnende Familie im Raum aufhielt, rückten sechs Streifenwagen an.
Neben dem Polizeirevier Malchin waren an den wiederholten Einsätzen auch Kräfte aus den Revieren Demmin, Waren und Teterow beteiligt. Mehrfach habe der Mann gegenüber den Einsatzkräften heftigen Widerstand geleistet.
Eine Sprecherin des Neubrandenburger Polizeipräsidiums erklärte: „Die Möglichkeit, ihn festnehmen zu können und die sich dann anschließenden weiteren Entscheidungen fußen auf dem unermüdlichen Einsatz der Beamten der Schutzpolizei und den intensiven Ermittlungen der Kriminalpolizei.“ Weitere Einzelheiten zu der Person und den einzelnen Fällen nannten die Behörden mit Verweis auf Persönlichkeitsrechte und laufende Ermittlungen nicht.