Verdächtige Personen in Lübz: Anwohner entdecken Unbekannte
Verdächtige Personen in Lübz: Anwohner melden Unbekannte

In Lübz verunsichern seit einigen Tagen verdächtige Personen auf Privatgrundstücken die Anwohner. Auf einem Nachbargrundstück sollen zwei fremde Männer gesehen worden sein. Die Polizei rät, solche Beobachtungen zu melden, weist aber auch auf mögliche rechtliche Konsequenzen bei der Veröffentlichung von Fotos hin.

Unbekannte auf Nachbars Hof

In der Facebook-Gruppe „Netzwerk Lübz“ berichtet ein Nutzer von zwei fremden Männern auf dem Hof seines Nachbarn. Die Aufnahmen stammen bereits aus Ende September und wurden vor einigen Tagen geteilt. Auf den Bildern laufen die unmaskierten Männer mittleren Alters auf der Auffahrt umher und schauen sich um.

In den Kommentaren wird darauf hingewiesen, auf Zeichen an den Wänden zu achten, die meist mit Kreide gezeichnet seien. Diese sogenannten Gaunerzinken dienten dazu, Häuser auszuspionieren und mit potenziellen Einbrechern zu kommunizieren. Verschiedene Symbole hätten unterschiedliche Bedeutungen, etwa ob ältere Menschen oder alleinstehende im Haus leben oder Bargeld vorhanden ist.

Polizei rät zu Meldungen

Bei der Polizei sind bisher keine Hinweise auf verdächtige Personen auf fremden Grundstücken bekannt, wie Pressesprecher Felix Zgonine von der Polizeiinspektion Ludwigslust mitteilt. Dennoch empfiehlt er Betroffenen, solche Beobachtungen zu melden. „Erst dann können wir aktiv werden.“

Zgonine weist zudem darauf hin, dass die Veröffentlichung ungepixelter Fotos im Internet Konsequenzen haben kann. Dies könne gegen das Recht am eigenen Bild und die Datenschutz-Grundverordnung verstoßen und zivil- und/oder strafrechtliche Folgen haben.

Vorgehen bei verdächtigen Markierungen

Wer seltsame Kreidezeichnungen oder andere Markierungen wie Kratzspuren entdeckt, sollte diese bildlich festhalten und das nächstgelegene Polizeirevier informieren. „Eine solche Meldung muss nicht über den Notruf getätigt werden, ein Anruf auf dem zuständigen Revier reicht aus, dass die Kollegen aktiv werden“, so Zgonine weiter. Nur bei realen Gefahrensituationen sei der Notruf erforderlich.