Ab diesem Freitag, dem 16. Oktober, wird die Kreisstraße VG101 zwischen dem westlichen Dorfende Bentzins und dem Ortsteil Alt Plestlin voll gesperrt. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald setzt damit sein Wegesanierungsprogramm 2026/27 am mittleren Peenetal fort. Die Maßnahme betrifft ein Stück, das nach monatelanger Verschlechterung als katastrophal gilt.
Wichtige Verbindung zwischen Jarmen und Loitz
Die VG101 verläuft von der B110 bei Jarmen südlich des Peenetals über mehrere Dörfer bis zur L271 kurz vor Loitz. Sie stellt die kürzeste Verbindung zwischen diesen beiden Grundzentren und den einzigen Flussbrücken der Gegend dar. Entsprechend intensiv wird die Strecke von Einheimischen, aber auch von auswärtigen Pkw- und Lkw-Fahrern genutzt. Zur Agrarsaison rollen dort zahlreiche landwirtschaftliche Gespanne entlang.
Auf dem Großteil der rund 13,5 Kilometer langen Kreisstraße ist es zu eng für das Markieren einer Mittellinie. Der Abschnitt durch die Gemeinde Bentzin ist seit vielen Jahren marode, übersät von Schlaglöchern, Rissen, Absenkungen und Abbrüchen. An vielen Stellen sind auch die Fahrbahnränder in einem schlimmen Zustand, was ein Ausweichen gefährlich macht.
Zweiradfahrer in Lebensgefahr
Auf den 3,15 Kilometern zwischen Bentzin und Alt Plestlin hat sich die Lage über den Sommer weiter zugespitzt. Es gibt Lücken im Asphalt, die länger als einen halben Meter, breiter als 30 Zentimeter und tiefer als 10 Zentimeter sind. Für Zweiradfahrer wirkt dieser Zustand im Dunkeln fast schon lebensgefährlich.
Die Sanierung der B110 zwischen Jarmen und Demmin hatte die VG101 als alternative Route freigehalten, weshalb sich die eigene Baumaßnahme um Monate verschob, wie Florian Stahlkopf vom Greifswalder Landratsamt erläuterte. Das Umdisponieren des Baubetriebes habe weitere Verzögerungen bedeutet.
Arbeiten dauern rund drei Wochen
Die Arbeiten dauern voraussichtlich rund drei Wochen. Sie umfassen das Aufbringen einer im Mittel etwa acht Zentimeter dicken Asphaltdeckschicht und die Neuerstellung der Bankette. Rund 520.000 Euro sind dafür veranschlagt. Es handelt sich laut Stahlkopf lediglich um eine Unterhaltungsmaßnahme, bei der jedoch größere Unebenheiten mit ausgebessert werden. Gerade nach Alt Plestlin hin existieren bisher zwei regelrechte Sprungschanzen im Profil.
Während der Vollsperrung kann der überregionale Verkehr zwischen Jarmen und Loitz über die B110 bis Tutow und Leppin und weiter über die L271 ausweichen. Alternativ steht der längere Umweg über die L35 und das nördliche Peenetal zur Verfügung. Anlieger im Baufeld können mit Kulanz rechnen: „In Abstimmung mit dem bauausführenden Unternehmen können die Anlieger ihre Grundstücke erreichen“, so Florian Stahlkopf.