Anne-Frank-Filmpremiere: Neubrandenburger Schüler zeigen Kurzfilm
Anne-Frank-Filmpremiere in Neubrandenburg

20 Schülerinnen und Schüler des Neubrandenburger Lessing-Gymnasiums haben sich in einer Projektwoche mit Anne Frank auseinandergesetzt und einen Kurzfilm gedreht. Der Film trägt den Titel „Anne Frank – Erinnern. Verstehen. Verantwortung übernehmen.“ und beschäftigt sich unter anderem mit der Bedeutung von Erinnerung heute, der daraus erwachsenden Verantwortung für die Gegenwart sowie dem Thema Diskriminierung.

Begleitet wurden die Jugendlichen von professionellen Filmschaffenden und Medienpädagogen des Berliner Vereins „bilderbewegen“. Die teilnehmenden Acht- bis Zwölftklässler, die sich freiwillig gemeldet hatten, wurden von der Schulleitung für die Woche freigestellt.

Nervosität und Lernprozess

„Die Nervosität war auf jeden Fall da, das hat man gespürt“, erzählte die 13-jährige Schülerin Lily dem Nordkurier. Wie die anderen Schüler lernte auch sie in der Projektwoche viel über das Filmemachen. Insgesamt investierten die Schüler rund 40 Stunden plus zwei Vorbereitungstage in das Projekt.

Lily realisierte unter anderem, wie viel Arbeit tatsächlich hinter einem Film steckt. So mussten sich die Schüler um eine Drehgenehmigung für eine Szene im Bus kümmern – auch die Auswahl des Busses spielte eine Rolle. „Wir können ja nicht einfach in irgendeinen Bus einsteigen und dann bis Neustrelitz oder so fahren“, sagte die 13-Jährige lachend.

Premiere am 19. November

Die Schüler haben bereits kleine Film-Szenen vorgeschnitten, den Rest der Arbeit erledigt das Film-Team in den kommenden Wochen. Der Film wird am Ende etwa fünf bis sieben Minuten lang sein; gedreht wurde an rund 20 Orten in Neubrandenburg. „Es wird ein Kurzfilm, mehr schaffen wir in einer Woche nicht“, bilanzierte Anja Stanislawski-Foest vom Verein. Zudem soll ein Making-Off-Video entstehen.

Die Premiere findet am 19. November statt, dann wird der Film allen Interessierten im Kino Latücht gezeigt. Auch auf YouTube soll er an diesem Tag erscheinen. Besucher können sich vorab unter der Mail-Adresse [email protected] für die Veranstaltung anmelden.

Unterstützung und Finanzierung

Unterstützt wurde das Projekt von der Sparkasse Neubrandenburg-Demmin, den Neubrandenburger Stadtwerken, dem Projekt „Demokratie leben“, dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und der Landeszentrale für politische Bildung. Insgesamt standen 25.000 Euro zur Verfügung, die unter anderem in Equipment, Übernachtungskosten und Flyer flossen.

Wie Anja Stanislawski-Foest erzählte, sei es üblich, dass die von den Schülern entwickelten Filme auch bei Festivals wie dem Neubrandenburger Jugendmedienfest eingereicht werden. Grundsätzlich sei das Ziel, dass die Filme auch über die Projektwoche hinaus Sichtbarkeit bekommen. Die beteiligten Schüler zeigten sich mit der Projektwoche sehr zufrieden. „Ich hatte sehr viel Spaß daran“, bilanzierte Lily.