Der 18-jährige Max sitzt am liebsten im Traktor auf dem Acker. Er ist im dritten Lehrjahr seiner Ausbildung zum Landwirt und arbeitet im Betrieb von Benjamin Henke bei Medrower Milch und Marktfrucht Henke. Parallel besucht er die Berufsschule in Güstrow.
Zwischen Berufsschule und Betrieb
Alle zwei Wochen wechselt Max zwischen Schule und Betrieb. In der Schule stehen Bodenbearbeitung, Pflanzen- und Tierproduktion sowie Landtechnik auf dem Stundenplan. Den Führerschein der Klasse T hat er früh gemacht: „Das habe ich gleich zum Anfang gemacht“, sagt er.
Im Ausbildungsalltag ist Max in viele Aufgaben eingebunden. Morgens macht er die Maschinen einsatzbereit – mit technischen Kontrollen, Sauberkeit, Ölstand und kleineren Reparaturen. Er lädt Stroh, sammelt Steine auf dem Feld und fährt Futter.
Auch im Kuhstall hilft Max aus
Zum Betrieb gehört neben der Feldarbeit auch die Arbeit mit Milchkühen. Im Kuhstall unterstützt Max die Kollegen und hilft beim Melken. Wochenenden und späte Arbeitstage nimmt der Auszubildende in Kauf. „Wir können nicht für einen Lehrling früher Feierabend machen“, sagt Benjamin Henke.
Am meisten Spaß hat Max auf dem Acker: „Alles, was auf dem Acker zu tun ist“, favorisiert er. Traktoren kennt er von zu Hause – sein Vater ist selbst Landwirt. Schon als Kind war er immer dabei, wenn jemand mit dem Trecker unterwegs war.
Zukunft in der Region
Max ist in Toitz aufgewachsen und in der Nähe zur Schule gegangen. Er will in der Region bleiben. Benjamin Henke schätzt das: „Er ist sehr fleißig. Ich muss auch Vertrauen zu meinen Lehrlingen haben, dass sie sicher und ordentlich mit den Maschinen umgehen.“ Besonders hebt er Pünktlichkeit und höflichen Umgang im Team hervor. „Wir haben in den vergangenen Jahren immer Glück mit unseren Lehrlingen gehabt“, sagt er. Der Betrieb versucht, ausgebildete Kräfte zu halten – meist mit Erfolg.