Müther-Woche in Binz: Rettungsturm und neue Dauerausstellung
Müther-Woche in Binz: Rettungsturm und Ausstellung

Binz veranstaltet eine ganze Themenwoche rund um den in dem Ostseebad geborenen Bauingenieur Ulrich Müther (1934–2007). Vom 28. September an führt eine Bustour zu Müther-Bauten auf der Insel Rügen. Zeitweise öffnet Müthers Rettungsturm im Ufo-Look am Strandabgang für Besucher und Besucherinnen. Auch ein Theaterstück im Binzer Besucherzentrum steht auf dem Programm.

Neue Dauerausstellung eröffnet

Bereits geöffnet ist die neue Dauerausstellung „Müther – Grenzgänger der Ostmoderne“. Sie gibt Einblicke in Müthers Leben, seine Konstruktionen und das politische Umfeld seiner Zeit. Am Mittwoch findet eine Veranstaltung zur offiziellen Eröffnung statt.

Buswartehäuschen in Buschvitz

Eine seiner Schöpfungen auf der Insel ist das Buswartehäuschen in der Gemeinde Buschvitz. Als 1973 ein Sturm sämtliche Wartehäuschen auf der Insel zerstörte, war eine Lösung für den Schulbusverkehr nötig. Die damalige Bürgermeisterin Eva Preuhs und der mit ihr befreundete Müther entwickelten die Idee für das Wartehäuschen. Wegen seiner Schalenbauweise und den seitlichen Bullaugen wird das windsichere Häuschen im Volksmund auch „Taucherhelm“ genannt.

Müthers Bauten weltweit

Müthers Inselparadies in Baabe mit der Pilzschale als Dach und integrierter Beleuchtung bietet einen Panorama-Blick auf die Ostsee. Bekannt wurde Müther besonders durch seine auffälligen Betonbauten und Hyparschalenkonstruktionen. Hyparschalen sind dünne Betonkonstruktionen, die große Spannweiten erlauben. Von ihm stammen unter anderem der Warnemünder „Teepott“, die Kuppel eines Planetariums in Berlin sowie Kirchenbauten. Seine Bauten stehen unter anderem in Libyen, Jordanien und Kuba. Weltweit entstanden mehr als 70 Müther-Bauten.