Am Mittwochabend war der Himmel über Mecklenburg-Vorpommern nahezu wolkenfrei – perfekte Voraussetzungen zur Beobachtung einer partiellen Sonnenfinsternis. Das Phänomen konnte in Richtung Westen am Abend live mitverfolgt werden.
Höhepunkt um 20 Uhr
Als sich der Mond kurz nach 19 Uhr langsam vor die Sonne schob, war die partielle Sonnenfinsternis landesweit erlebbar. Den Höhepunkt erreichte das Phänomen gegen 20 Uhr: Da stand die Sonne etwa fünf Grad über dem Horizont und der Mond verdeckte die Sonne zu ungefähr 85 Prozent. Zum Vergleich: Bei der Sonnenfinsternis im März 2025 war die Sonne nur bis zu 20 Prozent verdeckt. Komplett dunkel wurde es aber nicht, weil die Sonne auch bei 15 Prozent Restschein noch ausreichend Kraft hatte.
Beobachtung und Livestream
Weil die Sonne schon sehr tief stand, ließ sich das Naturschauspiel am besten von erhöhten Standpunkten oder an der Küste mit freiem Blick nach Westen beobachten. Schutzbrillen mit spezieller Filterfolie waren schon Tage vor dem Ereignis ganz oder nahezu ausverkauft. Ohne eigene Schutzfolie ließ sich die Sonnenfinsternis über einen Livestream des NDR von 19.15 bis 20.45 Uhr verfolgen. Er wurde auf ndr.de und in der NDR MV App übertragen, mit Einordnungen von Reportern und Spezialisten in den Sternwarten Schwerin und Neumünster.
Angebote in MV
Auch in der Greifswalder Sternwarte (Landkreis Vorpommern-Greifswald) konnte die Sonnenfinsternis beobachtet werden. Bis zu 25 Personen konnten gleichzeitig in die Kuppel. Die Stadt Lübz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hatte Interessierte dazu eingeladen, die Sonnenfinsternis sowie die Perseiden auf dem Gelände des Reiterhofs Botschatzke zu verfolgen. Die Sternenführer des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide sowie Ehrenamtliche des Planetarium Lübz waren ebenfalls vor Ort und erzählten Wissenswertes rund um Sterne, Planeten und Lichtverschmutzung.
Von der astronomischen Station in Rostock konnte die Sonnenfinsternis hingegen nicht gut verfolgt werden: Der Blick nach Westen war nicht frei.