Das Stasi-Unterlagen-Archiv in der Neustrelitzer Straße 120 in Neubrandenburg bietet auch in den letzten drei Monaten des Jahres öffentliche Führungen an. Die Termine sind der 7. Oktober, der 4. November und der 2. Dezember. Interessierte können dann einen Blick in die Überlieferungen der ehemaligen Bezirksverwaltung Neubrandenburg des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) werfen.
2.500 laufende Meter Akten
Im Archiv lagern 2.500 laufende Meter Stasi-Unterlagen, darunter mehr als 800.000 Karteikarten sowie zahlreiche Bild- und Tondokumente. In einer Mitteilung des Archivs heißt es: „Das sind die Überlieferungen von fast 40 Jahren Überwachung durch die ehemalige Bezirksverwaltung Neubrandenburg des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) und seiner 14 Kreisdienststellen.“
Einblicke in Struktur und Arbeitsweise
Laut Ankündigung können sich Besucherinnen und Besucher „ein Bild vom Wirken und der Struktur des MfS in der Region sowie vom Umfang der Aktenüberlieferung machen“. Bei den Führungen wird unter anderem erläutert, wie die Stasi mit Karteikarten arbeitete. Zudem geht es um die Frage, warum in Neubrandenburg ein „Netz geheimer Wohnungen“ unterhalten wurde. Auch die Nutzung der Unterlagen zur persönlichen Aufarbeitung ist Thema des Rundgangs.
Anträge auf Akteneinsicht möglich
Während der Führungen besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Einsicht in Stasi-Unterlagen zu stellen. Dafür ist ein gültiges Personaldokument erforderlich. Mitarbeiter des Archivs stehen bei der Antragstellung beratend zur Seite.
Die Führungen beginnen an allen drei Tagen um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Üblicherweise finden an jedem ersten Mittwoch im Monat entsprechende Führungen in der Neubrandenburger Außenstelle statt.