Nach der angekündigten Schließung der Gießerei Ueckermünde zum Jahresende hat sich Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Wolfgang Blank (parteilos) vor Ort informiert. Er traf sich mit Bürgermeister Tino Spiegelberg (parteilos) und dem Chef der Breyden-Gruppe, Sebastian Simon, im Ueckermünder Rathaus. Über das Treffen wurde Stillschweigen vereinbart.
Krisenstab gebildet
Bürgermeister Spiegelberg hatte zuvor gefordert, dass die Gießerei unbedingt erhalten bleiben müsse. Inzwischen hat er gemeinsam mit Stadtvertretern und einem Experten aus dem Gießereigeschäft einen Krisenstab gebildet. 290 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz.
Gespräche über Sozialplan und Transfergesellschaft
Am Nachmittag will Blank mit der Belegschaft der Eisengießerei reden. Die Breyden-Gruppe betreibt die Gießerei. Nach Auskunft von deren Chef Sebastian Simon sollen voraussichtlich in der nächsten Woche Gespräche über einen Sozialplan mit Abfindungen und die Bildung einer Transfergesellschaft beginnen.
Simon sehe in dem Standort keine Zukunft. Hohe Kosten für Arbeit und Energie sowie eine sinkende Nachfrage sind Gründe für das Aus zum Jahresende. Die Schließung stehe fest. Für eine Übernahme der Gießerei in Ueckermünde gebe es bislang keinen Interessenten.
Überraschung vor Ort
Vor Ort kamen die Schließungspläne überraschend. Das Werk war seit langem nicht ausgelastet. Die Belegschaft hielt am Sonnabend eine Mahnwache vor dem Betriebsgelände ab.