Dankbarkeit führt jungen Mann zur Taufe: Beispielgeschichte zum Erntedank
Dankbarkeit führt jungen Mann zur Taufe

Zum Erntedankfest erinnert Propsteipfarrer Bernhard Riedel an einen jungen Mann, der durch Dankbarkeit den Weg zur Kirche fand. Die Geschichte ereignete sich vor einigen Jahren im Pfarramt in Penkun.

Ein alter Denkspruch als Ausgangspunkt

„Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens“, so heißt es in einem alten Denkspruch. Danken und denken stammen in der deutschen Sprache aus derselben Wurzel. Wer dankt, denkt nach, erkennt Zusammenhänge und nimmt nicht alles selbstverständlich hin. Im Alltag bedanken sich Menschen bei anderen für Geschenke, Dienste oder Hilfeleistungen.

Als Christen bedanken sie sich mindestens einmal jährlich zum Erntedankfest bei Gott, dem Schöpfer aller Dinge. Sie danken für das Reifen der Früchte der Erde, für Wachstum und Gedeihen, Essen und Trinken sowie alle guten Gaben, die das Leben reich und schön machen.

Die Suche nach einer Adresse

Vor einigen Jahren meldete sich im Pfarramt in Penkun ein junger Mann, der getauft werden wollte. Auf die Nachfrage, warum er die Heilige Taufe empfangen möchte, antwortete er: „Wissen Sie, Herr Pastor, mir geht es eigentlich sehr gut: familiär, beruflich und gesundheitlich. Unverdient habe ich bisher viel Glück und Erfolg in meinem Leben gehabt. Wenn ich sehe, was andere durchmachen müssen! Irgendwo möchte ich hin mit dieser Dankbarkeit, suche eine Adresse, und da kommen nur Gott und die Kirche in meiner Stadt infrage. Deshalb möchte ich mich taufen lassen!“

So eine Begründung hatte Riedel noch nie gehört. Für ihn war die Argumentation überzeugend und eine wunderbare Beispielgeschichte zum Thema Dankbarkeit.