Der SSC Palmberg Schwerin startet mit einem anspruchsvollen Auftaktprogramm in die neue Volleyballsaison. Trainer Felix Koslowski erwartet ein „ziemlich straffes Programm“, wie er bei der Pressekonferenz vor dem ersten Spiel sagte. Am Samstag (17.30 Uhr) geht es auswärts gegen die Ladies in Black aus Aachen, wenige Tage später folgt das Heimspiel gegen den Dresdner SC (Mittwoch, 14. Oktober, 18.30 Uhr in der Palmberg Arena).
Herausforderung Aachen und Dresden
Koslowski erinnert an das Viertelfinale der vergangenen Saison gegen Aachen, das auswärts verloren ging. Dresden zählt ohnehin zu den großen Meisterschaftsfavoriten. Ein einfacher Auftakt sieht also anders aus.
Dennoch gehen die Schwerinerinnen mit hohen Zielen in die Saison. Geschäftsführer Michael Evers sagt: „Wir wollen in die Finalspiele“ – sowohl in der Meisterschaft als auch im Pokal. Besonders reizt ihn das Pokalfinale in der großen Kölner Arena. In der vergangenen Saison hatte der SSC diese Ziele verpasst.
Trainingslager und sieben Neuzugänge
Seit drei Wochen ist die Mannschaft komplett. Insgesamt neun Testspiele und ein mehrtägiges Trainingslager in Zinnowitz auf Usedom wurden absolviert. „Die Neuzugänge wurden gut integriert, das Mannschaftsgefüge passt“, so Koslowski. Sieben Neuzugänge stehen im Kader, damit ist die Hälfte des Teams neu.
Ein Schicksalsschlag trifft den SSC mit der schweren Knieverletzung von Lauren Rumel. Die Amerikanerin zog sich die Verletzung beim Testspiel in Erfurt zu und fällt monatelang aus. Für sie rückt Nachwuchsspielerin Livia König in den Kader. Der SSC will auf dem Transfermarkt weiter Ausschau halten, obwohl Koslowski einräumt: „Der Zeitpunkt für Neuverpflichtungen ist natürlich alles andere als optimal.“
Favoritenkreis und finanzielle Herausforderungen
Koslowski zählt sein Team zu den Titelkandidaten der Saison 2026/27. Neben Stuttgart, Dresden und Schwerin sieht er Suhl im Favoritenkreis. Der SSC geht mit einem Etat von 3,2 Millionen Euro in die Saison. Evers betont, dass der Verein die gestiegenen Preise spürt und Sponsoren ihr Geld nicht mehr so locker sitzen lassen.
Die Saison bringt auch Regeländerungen: Bei der Deckenberührung darf der Ballwechsel fortgesetzt werden, wenn der Ball nach der ersten oder zweiten Berührung die Decke berührt und auf der eigenen Seite spielbar bleibt. Prallt er ins gegnerische Feld, ist er aus. Zudem sind nun acht statt sechs Spielerwechsel pro Satz erlaubt, und Trainer dürfen mit dem Schiedsgericht über Challenge-Anträge sprechen.
Die neue Saison verspricht Spannung. Felix Koslowski und seine Mannschaft sind bereit für den Auftakt.