Neubrandenburgs Vize-OB bleibt fast drei Jahre länger im Amt
Vize-OB Modemann bleibt bis 2029 im Amt

Peter Modemann wird seinen Schreibtisch im Neubrandenburger Rathaus vorerst nicht räumen. Der stellvertretende Oberbürgermeister möchte seine Amtszeit als Beigeordneter der Vier-Tore-Stadt vollständig absolvieren und damit bis Oktober 2029 weiterarbeiten. Eigentlich hätte der 66-Jährige im Februar 2027 in den Ruhestand gehen können.

Stadtvertretung stimmt mit großer Mehrheit zu

Die Stadtvertretung hat einem entsprechenden Antrag Modemanns in ihrer jüngsten Sitzung am 15. Oktober mit großer Mehrheit zugestimmt. 31 Stadtvertreter votierten dafür, einer dagegen. Die Entscheidung war jedoch keine politische Ermessensfrage: Nach dem Landesbeamtengesetz muss der Eintritt in den Ruhestand bei kommunalen Wahlbeamten auf Zeit auf deren Antrag hinausgeschoben werden.

Modemann gehört seit Oktober 2015 zur Neubrandenburger Verwaltungsspitze. Im September 2022 wurde der Jurist für weitere sieben Jahre zum Beigeordneten gewählt. Seine reguläre Amtszeit endet am 21. Oktober 2029. Da er im Februar kommenden Jahres die gesetzliche Altersgrenze von 66 Jahren und vier Monaten erreicht, hätte er ohne den nun gefassten Beschluss bereits zum Monatsende in den Ruhestand treten müssen.

Seit 1992 im Neubrandenburger Rathaus

Modemann ist ein Urgestein der Neubrandenburger Stadtverwaltung. Bereits seit 1992 arbeitet der Volljurist im Rathaus. Nach seinem zweiten juristischen Staatsexamen 1991 war er zunächst im Rechtsamt tätig und leitete später unter anderem die Bereiche Liegenschaften, Recht und Personal sowie den Fachbereich Sicherheit und Ordnung. Bevor er im Oktober 2015 zum Beigeordneten und ersten Stellvertreter des Oberbürgermeisters aufstieg, war er bereits dessen zweiter Stellvertreter. Nach dem Ausscheiden von Silvio Witt führte Modemann im Sommer 2025 vorübergehend selbst die Amtsgeschäfte des Oberbürgermeisters, bis dessen Nachfolger Nico Klose sein Amt antrat.

In seinem bereits im Mai gestellten Antrag begründete Modemann seinen Wunsch knapp damit, dass er seine Amtszeit gern bis zum regulären Ende ausfüllen möchte. Mit der Verlängerung bleibt auch die bisherige Führungsstruktur der Stadtverwaltung bestehen. Die monatlichen Personalaufwendungen für die Stelle des Beigeordneten beziffert die Stadt in ihrer Beschlussvorlage auf derzeit rund 9750 Euro. Die Mittel seien im städtischen Haushalt eingeplant, heißt es in dem nun beschlossenen Papier weiter.