Am Freitag, 9. Oktober 2026, um 15 Uhr findet im historischen Gutshaus Groß Salitz ein Vortrag zum Thema „Denkmale im Wandel – ökologisch bauen und bewahren“ statt. Diplom-Ingenieur Uwe Münnes, Mitglied im Ortskuratorium Schwerin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), erläutert am Beispiel des Gutshauses, wie Naturbaustoffe fachgerecht ausgewählt und bei der denkmalgerechten Sanierung eingesetzt werden können.
Einblick in die Praxis
Die Veranstaltung wird vom Ortskuratorium Schwerin unter Leitung von Jürgen Hansen ausgerichtet. Laut Münnes bestimme die Art des Wohnens und Lebens Gesundheit, Gefühle und Stimmungen. Daraus leitet er den Anspruch ab, Gebäude mit ökologisch sinnvollen und wohngesunden Materialien zu gestalten. Alte Baustoffe könnten dabei neue Bedeutung gewinnen.
Das Gutshaus Groß Salitz, das derzeit schrittweise saniert wird, bietet nach Angaben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz anschauliche Beispiele. An der „lebendigen Baustelle“ zeigt Münnes, wie sich Grundsätze der Denkmalpflege mit ökologischen Anforderungen verbinden lassen. Die Teilnehmer erhalten einen praxisnahen Einblick in die Auswahl und Anwendung geeigneter Naturbaustoffe.
Historisches Gebäude aus dem 17. Jahrhundert
Das zweigeschossige Fachwerkhaus mit hohem Walmdach im Zentrum des Dorfes wurde 1685 erbaut und gehört zu den ältesten Gutshäusern in Mecklenburg. Es zählt zu den wenigen erhaltenen Adelssitzen aus der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg. Bis 1945 befand sich das Anwesen im Besitz der Adelsfamilie von Lützow.
Seit 2019 gehört das Gutshaus Susanne Sohayegh. Sie bewahrt das Gebäude schrittweise vor dem Verfall und möchte es zu einem kulturellen Ort entwickeln.
Anmeldung erforderlich
Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei. Um Spenden für die Restaurierung des Gutshauses wird gebeten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist unter www.denkmalschutz.de/anmeldung erforderlich.