Blaualgen in Ostsee nachgewiesen: Stadt Rostock gibt Tipps zum Baden
Blaualgen in Ostsee: Stadt Rostock gibt Badetipps

Das Rostocker Gesundheitsamt hat den Verdacht auf bestimmte Blaualgen in der Ostsee vor Mecklenburg-Vorpommern bestätigt. „Untersuchungen haben das Vorkommen Toxin bildender Cyanobakterien, so genannter Blaualgen, bestätigt“, teilte das Gesundheitsamt mit. Ein Badeverbot wurde jedoch nicht ausgesprochen.

Weite Bereiche der Ostsee potenziell betroffen

Nach Aussage eines Stadtsprechers ist nicht nur die Ostsee vor Rostock, etwa Warnemünde, potenziell betroffen, sondern weite Bereiche. Wo die Organismen letztlich vor den Strand treiben, sei stark vom Wetter abhängig. Je nach Windrichtung und Strömungen könnten sich Ansammlungen in den Badebereichen bilden oder wieder auflösen.

Tipps der Stadt zur Orientierung

Die Stadt rät: „Ist das Wasser so trüb, dass die Füße im knietiefen Wasser nicht mehr zu sehen sind, oder sind Schlieren bzw. auffällige Verfärbungen im oder auf dem Wasser erkennbar, sollte dort nicht gebadet werden.“ Auch Hautkontakt mit solchen Ansammlungen sollte vermieden werden. Insbesondere Kinder und Menschen mit chronischen Erkrankungen sollten vorsichtig sein und bei auffälligem Wasser auf das Baden verzichten.

Hinweise, Empfehlungen und Warnungen der Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer, Strandvögte und der Tourismuszentrale vor Ort sollten unbedingt beachtet werden.

Besondere Vorsicht bei Hunden

Für Hunde gilt besondere Vorsicht: „Sie sollten auffällig verfärbtes oder mit Cyanobakterien belastetes Wasser keinesfalls trinken.“ Durch das Verschlucken größerer Mengen könnten erhebliche gesundheitliche Gefahren für Tiere entstehen.

Bei sommerlichem Wetter finden Blaualgen ideale Verhältnisse. Es handelt sich nicht um klassische Algen, sondern um Cyanobakterien. Einzelne sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen, bei massenhaftem Auftreten können sie jedoch als Schlieren oder Verfärbungen sichtbar werden.

Mögliche Gesundheitsrisiken

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) weist darauf hin, dass Cyanobakterien Giftstoffe bilden können. Mögliche Folgen sind allergische Reaktionen, bei Berührung Haut- und Schleimhautreizungen und beim Verschlucken größerer Mengen Wasser eventuell Übelkeit und Erbrechen.

Bereits am Wochenende hatte das Rostocker Gesundheitsamt über einen Algenteppich westlich von Warnemünde informiert und den Verdacht auf Blaualgen geäußert.