Mit den 100 Meter Hürden eröffnen am Mittwoch um 19 Uhr deutscher Zeit die Siebenkämpferinnen die U20-Weltmeisterschaften in Eugene, dem US-Mekka der Leichtathletik. Mittendrin: Maria Schnemilich vom 1. LAV Rostock.
„Ich freue mich, auf den Wettkampf und die WM sozusagen eröffnen zu dürfen. Ich möchte die Stimmung aufsaugen, Spaß haben und Deutschland natürlich bestmöglich repräsentieren“, sagt Maria Schnemilich. Die Hürdenstrecke, bei der sie in diesem Jahr Bronze bei der U20-DM holte, zählt neben dem Weitsprung (Auftakt am zweiten Tag) zu ihren Spezialdisziplinen.
Vorbereitung in Monmouth
Seit Mittwoch war das deutsche Team im Vorbereitungscamp in Monmouth, rund eine Stunde Busfahrt von Eugene entfernt. „Gemeinsam mit dem Team aus Neuseeland waren wir an der Western Oregon University untergebracht. Es war ganz schön, doch wir sind froh, dass wir nach Eugene fahren, denn das Essen war nicht so gut. Wir hoffen, dass es im WM-Ort besser ist“, so die 19-Jährige.
Die Anreise und den Jetlag hat die Mehrkämpferin gut weggesteckt. „Ich hatte anfangs ein bisschen das Gefühl, dass ich krank werde. Zum Glück ist es nicht ausgebrochen. Das Training läuft gut. Wir machen viel Technik und tippen alles ein bisschen an“, sagt Maria Schnemilich.
Stadiontour gegen die Nervosität
Mit einer Stadiontour will die deutsche Delegation ihren Aktiven eine eventuelle Ehrfurcht vor dem traditionellen Hayward Field nehmen: „Alle freuen sich auf Eugene und das Stadion. Wir werden uns alles in Ruhe anschauen.“
Maria Schnemilich, die vor zwei Jahren Bronze bei der U18-EM in der Slowakei gewann, hofft „auf eine Top-Acht-Platzierung. Am schönsten wäre es, wenn ich noch eine persönliche Bestleistung obendrauf packen könnte“.
Familie unterstützt vor Ort
An Unterstützung wird es nicht mangeln. „Wie vor zwei Jahren in der Slowakei werden meine Eltern und meine Schwester dabei sein. Auch meine Oma ist mitgekommen. Mein Trainer (Birger Voigt - d. Red.) kommt auch nach. Ich freue mich sehr, dass alle mit dabei sind und die wichtigsten Personen an meiner Seite sind.“