Die deutschen Wasserspringer haben am Dienstag bei den Europameisterschaften in Paris das sechste Edelmetall verpasst. Nach Platz fünf im Turmsynchron durch Sanchez/Eikermann (Berlin/Aachen) belegten Lena Hentschel (Berlin) und die aus Rostock stammende Jette Müller vom Drei-Meter-Brett beim Erfolg der Italienerin Chiara Penachini die Ränge fünf und sechs.
Müller zeigt Kampfgeist
Jette Müller: „Der erste Sprung hätte nicht sein müssen. Ich habe aber den Kopf nicht in den Sand gesetzt und gezeigt, was ich drauf habe.“ Die 2024 von Rostock nach Dresden gewechselte Hansestädterin hatte sich zuletzt wieder in die Hände ihres Ex-Trainers Michail Sachiasvili begeben.
Nach dem verpatzten zweieinhalb Rückwärts hatte sich die 22-Jährige von Platz elf in den restlichen Durchgängen nach vorn schieben können: „Gegenüber dem Vorkampf konnte ich mich steigern und nehme das als gutes Gefühl in das Synchronspringen am Donnerstag mit.“
Kampf ums Finale
Im Vorausscheid ging Müller durch ein Wechselbad der Gefühle und musste kämpferische Qualitäten zeigen. Nach dem dritten Durchgang wurde für sie speziell durch einen nicht sauber ins Wasser gebrachten Zweieinhalb-Delphinsalto – die gehechtete Ausführung brachte mit Noten von 5,0 nur 45,00 Punkte ein – nur Rang 13 angezeigt.
Anschließend musste sie liefern und tat es auch. Die Vorwärtsschraube stellte sie gut ins Wasser. Rang elf und damit erstmals unter den zwölf Finalistinnen. Den Sprung in den Endkampf brachte ihre sonstige Achillesferse – dreieinhalb Salto vorwärts gehechtet – mit einem Vorkampfhöchstwert von 62 Punkten sowie Position acht.