Eine Gewitterfront hat am Dienstagmorgen für zahlreiche Feuerwehr-Einsätze in Westmecklenburg gesorgt. In Schwerin wurden Straßen überflutet, Busse und Bahnen kamen zeitweise nicht weiter. Auch in anderen Teilen der Region gab es Schäden.
Zahlreiche Feuerwehreinsätze
Im Bereich Westmecklenburg rückte die Feuerwehr zu rund 20 Einsätzen aus. Nach Angaben der Leitstelle mussten vor allem überflutete Straßen abgesichert werden. In Schwerin drückte der Wasserdruck mehrere Gullideckel nach oben, unter anderem in der Werderstraße am Schloss. Dort staute sich das Wasser so stark, dass der Nahverkehr stellenweise ins Stocken geriet. Einsatzkräfte beseitigten zudem heruntergefallene Äste.
Regenmenge wie ein halber Monat
In einem Streifen von Wittenburg über Schwerin und Gadebusch über Bad Kleinen bis Warin sind laut NDR Wetterexperte Stefan Kreibohm 30 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Das sei etwa die Hälfte der durchschnittlichen Niederschlagsmenge, die in der Region normalerweise in einem ganzen Monat fällt. Durchschnittlich sind das etwa 70 Liter pro Quadratmeter.
Blitzeinschlag in Lübstorf
In Lübstorf (Landkreis Nordwestmecklenburg) schlug ein Blitz in das Dach eines Einfamilienhauses ein. Das dabei entstandene Feuer konnte die Feuerwehr schnell löschen. Verletzt wurde niemand.
Stromausfall durch technischen Defekt
Im Schweriner Stadtteil Mueßer Holz fiel kurzzeitig der Strom aus. Nach Angaben der Stadtwerke stand dieser jedoch nicht mit dem Unwetter in Verbindung, sondern wurde durch einen technischen Defekt verursacht. Die Versorgung konnte kurze Zeit später wiederhergestellt werden.
Weitere Schauer erwartet
Bereits am Nachmittag sollen die Regenschauer laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) wieder zunehmen. Diese können in Mecklenburg-Vorpommern von Starkregen, Sturmböen und Hagel begleitet werden. Örtlich könne es zu Unwettern kommen. Allerdings sollen die Menschen am Vormittag noch ein paar heitere Wetterabschnitte genießen können. Es sollen Temperaturen zwischen 29 und 32 Grad erreicht werden, wobei es an der See etwas kühler bleibe.