Bei der „Landpartie zur Landtagswahl“ ist die Landesbildungsministerin Simone Oldenburg (Die Linke) mit einer Nordkurier-Reporterin in einem Trabi unterwegs. Die Fahrt führt auf einer Strecke, die die Ministerin als „traumhaft“ bezeichnet: zwischen Wismar und Grevesmühlen, ein Großteil davon entlang der Ostsee.
Selbstkritische Töne im DDR-Kultauto
Während der Fahrt gibt sich die 57-Jährige selbstkritisch. Geduld sei nicht ihr zweiter Vorname, sagt sie. Weil sie nicht still sitzen könne und ständig wackele, habe sie das Potenzial zum Nerven. Auch in politischer Hinsicht räumt sie Defizite ein: Bei der Anerkennung guter Ideen der politischen Konkurrenz habe sie und ihre Partei „noch Luft nach oben“. Sie betont, dass man immer davon ausgehen müsse, der andere könnte Recht haben.
Fehlergeständnis bei der Inklusion
Beim Thema Inklusion wird die Ministerin konkret. „Ja, wir haben daneben gelegen in der finanziellen und personellen und zeitlichen Ausgestaltung der Inklusion“, sagt Oldenburg. Sie kritisiert die fehlende dauerhafte Begleitung und erklärt: „Deswegen war's höchste Eisenbahn, hier zu sagen, wir stellen das neu auf.“
Die Ministerin verweist darauf, dass Mecklenburg-Vorpommern mit 2,9 Prozent Unterrichtsausfall die niedrigste Quote seit Jahren habe. Trotz vieler Neueinstellungen gebe es weiterhin einen „eklatanten Lehrermangel“. Nach einer erfolgreichen Wahl sollen weitere Lehrkräfte und Schulpsychologen eingestellt werden.
Schule ist nicht mittags vorbei
Oldenburg betont die Willkommenskultur an den Schulen, die es für Lehrer und Schüler brauche. Sie stellt klar: „Schule ist nicht mittags vorbei, wie es umgangssprachlich heißt!“ Und sie räumt mit einem Vorurteil auf, das viele Lehrkräfte zu spüren bekämen.
Die letzte Folge der „Landpartie zur Landtagswahl“ zeigt außerdem, was die Ministerin in der Bildungspolitik noch vorhat und warum sie Gesetze brach, bevor sie in die Politik ging.