Toter Buckelwal im Greifswalder Bodden entdeckt
Toter Buckelwal im Greifswalder Bodden entdeckt

Ein etwa sieben Meter langer Wal treibt tot im Greifswalder Bodden. Das Tier wurde vor der Südspitze Rügens in der Nähe einer Bundeswasserstraße entdeckt. Um 8:16 Uhr war der leblos im Wasser treibende Wal der Wasserschutzpolizei gemeldet worden. Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund bestätigte inzwischen, dass es sich um einen Buckelwal handelt.

Tod des Wals bestätigt

Eine Mitarbeiterin des Meeresmuseums stellte den Tod des Tieres fest. Mitarbeiter der Wasserschutzpolizei und des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Ostsee waren mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz, um die Gefahrenstelle zu sichern und die Sicherheit des Schiffsverkehrs zu gewährleisten.

Tier soll untersucht werden

Das Tier soll nun von einem Schiff zur kleinen Insel Dänholm vor Stralsund geschleppt werden. Im dortigen Nautineum, einer Außenstelle des Deutschen Meeresmuseums, soll es obduziert werden, wie eine Sprecherin des Museums mitteilte. Von der Untersuchung des Tieres erhofft sich Umweltminister Till Backhaus (SPD) Erkenntnisse darüber, woran solche Wale in der Ostsee sterben und warum die Tiere überhaupt in die Ostsee gelangen.

Walpopulation sei angestiegen

Backhaus weist darauf hin, dass es Hinweise darauf gibt, dass sich die Walpopulation im Atlantik in den vergangenen Jahren gut erholt habe. Mehr Tiere könnten demnach auch dazu führen, dass mehr von ihnen in die Ostsee gelangen. In diesem Jahr wurden bereits mehrere Tiere gesichtet. Für Buckelwale kann die Ostsee jedoch schnell zum Problem werden.