20. Kunstmarkt auf der Schlossinsel Mirow: Tausende Besucher erwartet
20. Kunstmarkt auf der Schlossinsel Mirow

Zum 20. Mal veranstaltet der Inselverein Mirow den Kunstmarkt auf der Schlossinsel. Am Wochenende 8. und 9. August präsentieren rund 70 Künstler und Handwerker ihre Werke und Waren. Der Markt zieht im Schnitt etwa 7000 Besucher an.

Ein besonderes Jubiläum mit handgesticktem Motiv

Das Motiv für den Flyer zum 20. Jubiläum hat Maren Pape per Hand in Stoff gestickt: Das Wort „Kunstmarkt“ umgeben von Blumenmotiven. Seit den Anfängen gestaltet sie die Flyer für den Markt. In diesem Jahr sollte es etwas Besonderes werden.

„Um das Schloss standen noch Bauzäune, als wir unseren ersten Kunstmarkt veranstalteten“, erinnert sich Christa Grählert, Vorsitzende des Inselvereins. Der Verein holt zweimal im Jahr Kunsthandwerker und Künstler nach Mirow. „Wir waren alle kunstbegeistert, aber vom Handel hatten wir wenig Ahnung“, blickt sie auf die Anfangsjahre zurück.

Erfahrungen mit dem Termin

Beim ersten Kunstmarkt wurde dem Verein die Bedeutung eines passenden Termins bewusst. „Wir dachten, es sei eine gute Idee, den Markt mit dem Inselfest zusammenzulegen“, erinnert sich Ulla Pape, die den ersten Markt vorbereitet hatte. „Wir waren so stolz, Künstler aus Berlin nach Mirow geholt zu haben. Und dann fanden sie sich inmitten eines Rummels wieder.“ Heute kann sie darüber lachen.

Der Verein zog seine Lehren und wählte das zweite Augustwochenende, das bis heute beibehalten wurde. Die Zahl der Teilnehmer stieg auf rund 70. „Mittlerweile kommen sie aus ganz Deutschland nach Mirow“, freut sich Christa Grählert.

Freundschaften und wetterfestes Publikum

Der Inselverein mit zwölf Mitgliedern pflegt freundschaftliche Beziehungen zu den Ausstellern. So gibt es einen Metallbauer, der nur einen Markt verpasste, und eine Keramikerin aus Zelle, die mit einem alten Wohnmobil anreist – „damals noch mit ihrem Mann, der aber verstorben ist“, sagt Ulla Pape.

Der Markt gilt als Begegnungsort zwischen Künstlern und Besuchern. „Das war uns immer wichtig“, betont Grählert. Auch bei schlechtem Wetter bleibt das Publikum treu: „Wir hatten 2011 ein komplett verregnetes Marktwochenende und dachten, es wird ein Desaster. Dem war aber nicht so. Die Künstler waren zufrieden mit ihren Verkäufen“, erinnert sich Ulla Pape. „Schönes Wetter ist keine Garantie für viel Publikumsverkehr.“

Besonderheiten im Jubiläumsjahr

Zum Markt gehört traditionell eine Dampferfahrt für die Künstler mit der Blau-Weißen Flotte. Im Jubiläumsjahr lädt der Verein stattdessen ins Festzelt ein. „Wir feiern den Zusammenhalt über all die Jahre, mit Musik, Tanz und gutem Essen“, sagt die Vorsitzende.

Unterstützung kommt unter anderem von der Feuerwehr, die beim Aufbau hilft. Der Verein hat den Erlös aus Standgebühren früher für Plastiken am Philosophensteg verwendet, die zur Kunstmeile umgestaltet wurden. „Das haben wir aufgegeben. Denn es wurden Kunstwerke zerstört und gestohlen. Jetzt suchen wir mit der Stadt einen neuen Standort für die Skulpturen“, erklärt Ulla Pape.

Spenden und Programm

Stattdessen unterstützt der Verein Schüler der Kreismusikschule Kon.centus in Mirow und beteiligt sich an der Finanzierung eines Konzertflügels für die neue Begegnungsstätte der Stadt.

Für den Kunstmarkt am 8. und 9. August haben wieder ungefähr 70 Künstler und Handwerker zugesagt. Wer mehr Kunst erleben möchte, dem empfiehlt Ulla Pape ein Konzert am Samstagabend im Festsaal des Mirower Schlosses: „Es stehen Bach und Vivaldi auf dem Programm.“ Das Konzert beginnt um 18 Uhr. Der Markt ist am Sonnabend von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag bis 17 Uhr geöffnet.