In der Jugendbegegnungsstätte (JBS) am Kutzowsee in Plöwen ist Ferienzeit und damit Hochbetrieb. Trotz einiger Regentage sind die Sommerwochen bis Ende August fast ausgebucht. Rund 500 Gäste und über 2800 Übernachtungen werden in den sechs Wochen erwartet.
Viele Aktivitäten bei jedem Wetter
Doreen Werth, Leiterin der Einrichtung, und Hardy Kundschaft, Leiter des Eigenbetriebs Jugendbildungs- und Begegnungsstätten des Landkreises, berichten von 140 Anmeldungen in der ersten und 120 in der zweiten Ferienwoche. Bei Sonnenschein verbringen die Kinder gerne den ganzen Tag am Kutzow-See. Bei schlechtem Wetter kommen kreative Angebote wie das Brennen von Brettchen oder Gesellschaftsspiele zum Zug. „Da legen viele schon einmal für längere Zeit das Handy weg“, sagt Camp-Leiter Johannes Böcker.
Verschiedene Gruppen und Betreuung
Die JBS unterscheidet zwischen „eigenen“ und „externen“ Anmeldungen. Eigene Gäste melden sich direkt oder über die Internetseite an und werden vom Team betreut. Externe Gruppen bringen eigene Betreuer mit und buchen teilweise zusätzliche Programmpunkte. „Es ist ja ein Ferienlager für Kinder. Da können die auch Wünsche äußern. Wenn wir das ermöglichen können, machen wir das“, so Böcker. Höhepunkte sind die Neptuntaufe, Disco, Pizzabacken und das gemeinsame Schauen von Sportereignissen.
Herausforderungen und Ausblick
Neben vier fest angestellten Mitarbeitern, drei Saisonkräften und ehrenamtlichen Betreuern wird der Betrieb gestemmt. Im Sommer stehen 184 Betten zur Verfügung, im Winter 94. Die Verordnung für Schulwanderungen in Mecklenburg-Vorpommern, die Klassenfahrten auf drei Tage beschränkt, bereitet Probleme. „Am ersten Tag kommen die Klassen an, da bleibt noch etwas Zeit. Dann haben sie den zweiten Tag und am dritten reisen sie nach dem Frühstück wieder ab“, erklärt Kundschaft. Nach den Herbstferien wird es ruhiger; dann wird die Zeit für Renovierungen genutzt. Für den Winter wurden Sondertarife eingeführt.