Bruno Preibischs EM-Premiere: Lehrstunde in Zarnovica
Speedway-EM: Lehrstunde für Bruno Preibisch

Der Neubrandenburger Speedway-Newcomer Bruno Preibisch hat sein Debüt in der European Youth Championship in der 250-Kubikzentimeter-Klasse absolviert. Im slowakischen Zarnovica kam er am Sonntag mit zwei Punkten auf den 15. Platz. Für das Finale war er gesetzt gewesen – der vorletzte Rang blieb hinter den Erwartungen zurück.

Ernüchterung und Aufbruchstimmung

„In unserer Box war die Stimmung, obwohl wir ein bisschen enttäuscht waren, trotzdem gut. Bruno hat sein Bestes gegeben. Mehr war aber nicht drin“, schätzte Vater Knuth ein. Das Team, das durch Krankheit und Urlaub dezimiert war, machte nach dem Rennen gleich seine Hausaufgaben. Knuth Preibisch: „Wir wissen jetzt, wo wir stehen und woran wir arbeiten müssen.“

Mehr Trainingseinheiten und mehr Rennen in der 250er-Klasse stehen nun auf dem Programm. Der Fokus des deutschen Meisters in der Klasse B/C, in der reduzierte 500R-Motoren gefahren werden, liegt jedoch klar auf diesen Maschinen. Sie sollen den Übergang zur 500er-Klasse der Großen erleichtern.

Trainer sieht Entwicklungsstand

Mirko Wolter, seit zwei Jahren Nationaltrainer des jüngsten deutschen Speedway-Nachwuchses, sieht das ähnlich. „Einige Läufe verliefen unglücklich. Aber ich hatte auch bisschen mehr erwartet. Letztlich sehen wir aber unseren Entwicklungsstand“, bilanzierte der gebürtige Güstrower, der 1994/1995 zweimal im Junioren-WM-Finale stand und dreimal deutscher Meister wurde (1999/2002/2004).

Er notierte auch einen 14. Platz mit drei Punkten für Jan Oeltjenbruns vom MSC Moorwinkelsdamm. Der hatte sich tags zuvor mit einem guten sechsten Platz in der Challenge für das Finale qualifiziert. Sowohl Bruno als auch Jan seien jedoch noch Welten entfernt von den Leistungen der beiden Ersten, den Polen Franciszek Szczyrba, auch U16-Weltmeister (SPG3) 2026, und David Oscenda, die 15 und 14 Punkte holten.

Nächste Aufgaben

„Aber daran müssen wir uns messen, wenn Bruno auch mal oben auf dem Podest stehen will“, sind sich Vater und Trainer einig. Mirko Wolter begleitet am Samstag die jüngeren deutschen Speedway-Fahrer nach Workington in Großbritannien zum Finale der FIM-Track-Racing-Youth-Gold-Trophy in der 125-Kubikzentimeter-Klasse. Vier Fahrer sind am Start: Max Liewald aus Landshut, Elias Dirksen aus Dohren sowie Rick van der Steen und Henry Niehuhs aus Moorwinkelsdamm. MV-Nachwuchs ist nicht dabei.

Für Bruno Preibisch geht es am Samstag in der Liga Nord mit den Teterower „Hechten“ in Meißen um Rennerfahrung. International steht am 14. August in Daugavpils (Lettland) der zweite Lauf der inoffiziellen 500R-WM an – Bruno rollt als Dritter an das Band. Tags darauf ist im polnischen Swietochlowice das Finale. Zu toppen wäre für Bruno der Vize-WM-Titel des Güstrowers Tyler Haupt aus dem Vorjahr.