Die Gemeinde Tutow in Vorpommern hält ihre Straßenbäume mit festen Gießrouten durch den heißen Sommer. Bei anhaltender Trockenheit werden über 100 Bäume regelmäßig mit jeweils 100 Litern Wasser versorgt.
Gießrhythmus bei fünftägiger Trockenheit
Seit Beginn der Sommerferien sind die Gemeindearbeiter im Einsatz. Bürgermeister Holger Schultz erklärt: „Im Ort haben wir sehr viele Bäume, die im Generationenpark dazu gerechnet, sind es an die 110.“ Die etwa 50 Bäume entlang der Straßenzüge und die im Park werden gegossen, „immer dann, wenn es am Stück fünf Tage lang nicht geregnet hat“.
1000-Liter-Tank im Einsatz
Ein Traktor mit Hänger transportiert einen Wassertank mit 1000 Litern Fassungsvermögen. Pro Baum werden genau 100 Liter abgegeben, wie Schultz betont: „Das ist genau die Menge, die wir jedem Baum zukommen lassen. Damit können wir gewährleisten, dass er auch die besonders trockenen Zeiten überlebt.“
Die Kosten hält die Gemeinde gering: „Wir bezahlen nur das, was wir wirklich ziehen. Wir haben das mit der GKU besprochen, haben die nötigen Voraussetzungen zur Verfügung gestellt bekommen. Man muss sich das wie einen Gartenanschluss vorstellen.“
Gemeindearbeiter mit Bedacht
Gemeindearbeiter Mike Zibulski steuert den Wagen und achtet genau auf die 100-Liter-Markierung. Schultz kommentiert: „So ist das richtig. Mehr Wasser als eingeplant gibt es nicht.“
Neues Wohngebiet am Ortsrand
In der Nähe des Generationenparks soll ein Wohngebiet mit etwa 16 Grundstücken zwischen 600 und 1200 Quadratmetern entstehen. Die Planer bestimmen derzeit Flora und Fauna. Wegen der militärischen Vergangenheit musste das Gelände sondiert werden: „Alles, was größer als ein 2-Euro-Stück war, musste ausgebuddelt werden. Das hat bereits viel Geld und Zeit gekostet.“ Zwei Bauvoranfragen liegen vor. Interessierte können sich beim Amt Jarmen-Tutow melden.