Die Landesliga-Fußballer des VFC Anklam empfangen am Samstag ab 14 Uhr in ihrem vorletzten Härtetest vor dem Pflichtspielstart den Pasewalker FV. Für die Peenestädter ist das Duell mit Blick auf die Saison 2026/27 ein echter Gradmesser.
Anspruchsvolle Aufgabe für die Anklamer
Obwohl die Gäste eine Klasse tiefer kicken, wartet auf das Team von VFC-Spielertrainer Tom Fraus eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe. Der PFV schrammte in der Vorsaison nur hauchdünn am Sprung in die Landesliga vorbei und hat seinen Kader in der Sommerpause noch einmal verstärkt.
In der Spielzeit 2025/26 lieferten sich die Pasewalker mit der SpVgg Torgelow-Ueckermünde einen packenden Zweikampf um den Aufstieg. Am Ende blieb für sie nur Rang zwei. Bemerkenswert: Im gesamten Kalenderjahr 2026 kassierten die Akteure von PFV-Trainer Daniel Pankau bislang lediglich eine Niederlage – und die ausgerechnet gegen den VFC.
Im Februar setzten sich die Anklamer in einem torreichen Vorbereitungsspiel auswärts mit 6:4 durch. Dass die PFV-Kicker auch in diesem Sommer bereits gut in Form sind, stellten sie in der Vorbereitung unter Beweis und bezwangen unter anderem den Landesligisten 1. FC Neubrandenburg 04 II mit 4:2.
Eindrücke beim VFC stimmen
Doch auch bei den Peenestädtern stimmen die bisherigen Eindrücke. Die Anklamer fertigten in der Vorwoche SV Kröslin, immerhin Tabellendritter der vergangenen Landesklasse-Saison, mit 7:2 ab. Zuvor hatten Jan-Patrick Bruhns, Fabian Grote und Co. auch gegen Verbandsligist FSV Bentwisch trotz einer 1:4-Niederlage überzeugt. „Uns erwartet am Samstag eine echte Standortbestimmung. Pasewalk ist noch einmal eine andere Hausnummer als Kröslin“, so Fraus.
Seine Mannschaft soll die Partie bereits mit der nötigen Ernsthaftigkeit für den bevorstehenden Saisonstart angehen. „Wir wollen das Spiel so gestalten, als wäre es ein Ligaspiel. Vor allem unsere Defensive wird voll gefordert sein“, sagte der VFC-Spielertrainer. Und das aus gutem Grund.
Wer stoppt Okoye?
Satte 92 Treffer erzielte der PFV in seinen 26 Punktspielen der vergangenen Saison. Herausragender Mann in der Offensive war Ndubuisi Emmanuel Okoye, der mit 35 Toren erfolgreichster Torschütze der Landesklasse, Staffel II, wurde. „Ihn in den Griff zu bekommen, wird für uns eine besondere Herausforderung“, betonte der 34 Jahre alte VFC-Coach.
Mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung zeigt sich Fraus zufrieden: „Die Jungs ziehen voll mit und haben in den bisherigen beiden Testspielen überzeugt. Wir haben einen guten Stand. Was jetzt noch fehlt, ist die nötige Frische und Spritzigkeit. Die werden wir uns bis zum Saisonstart noch holen.“
Einige Ausfälle beim VFC
Personell müssen die Anklamer am Samstag allerdings einige Ausfälle verkraften. Nico Möhr und Alexander Schadofske stehen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Kapitän Sascha Pribbernow fehlt urlaubsbedingt. Dafür gibt es auch eine gute Nachricht: Tyrone Zeidler steht wieder zur Verfügung und wird erstmals nach der Sommerpause für den VFC auf dem Platz stehen.