Speicherverkauf in Wilhelmsburg stockt wegen fehlendem Wertgutachten
Speicherverkauf in Wilhelmsburg stockt wegen Gutachten

Auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter erläuterte Bürgermeister Peter Volker Weimer, warum sich der Verkauf des großen, historischen Speichers am Platz der Freundschaft in Wilhelmsburg verzögert. Der Verkauf ist beschlossene Sache, doch offene Fragen zur Bewertung blockieren den Abschluss.

Grundstücksteilung und Stellplätze

Die Teilung des Grundstücks habe lange gedauert, so Weimer. Die Fläche direkt am Dorfplatz musste vermessen und abgesteckt werden. Das Grundstück, das mit dem Speicher verkauft wird, könnte Platz für etwa 20 Stellplätze bieten. Die angrenzende Wohnstraße solle für Anlieger frei zugänglich bleiben, betonte der Bürgermeister.

Der Dorfplatz mit dem Dorfteich, der derzeit von Anliegern liebevoll saniert wird, soll im Gemeindeeigentum bleiben. Dort sollen in absehbarer Zeit wieder Dorffeste stattfinden.

Maklerschätzung reicht nicht aus

Es gebe zwei Interessenten: Einer habe bereits ein Kaufgebot abgegeben, der andere sei lose interessiert. Bisher liege nur eine Schätzung eines Maklers aus Ueckermünde vor, die den Verkaufspreis auf 38.000 Euro beziffert. Diese Summe reiche weder dem Gutachterausschuss noch der Kommunalaufsicht aus, so Weimer.

Die Gemeinde dürfe den Speicher nur zum vollen Wert verkaufen. Deshalb werde ein Wertgutachten benötigt, das den tatsächlichen Verkaufswert ermitteln soll.

Verkaufsgespräche nach Gutachten

Die Kosten für das Gutachten sind bereits im aktuellen Haushalt eingeplant. Der Bürgermeister habe eine Liste von Gutachtern erhalten und wolle nun Angebote einholen. Erst wenn der tatsächliche Verkaufswert feststehe, würden Verkaufsgespräche geführt, bekräftigte Weimer. Ein Zeitpunkt dafür sei noch nicht absehbar, aber die Gemeinde wolle nicht zu lange warten, da die Summe bereits im vergangenen Jahr Teil des Haushaltssicherungskonzeptes war.