Im Herbst sollen die Sanierungs- und Umbauarbeiten am historischen Bahnhofsgebäude in Mirow beginnen. Das bestätigte Bürgermeister Henry Tesch (CDU). Das Gebäude soll zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgebaut werden. Die Pläne für fünf Gewerbeeinheiten und sechs Wohnungen werden derzeit konkreter.
Geplante Nutzung fügt sich in Umgebung ein
Im Flächennutzungsplan der Stadt Mirow ist das Grundstück zwar als Fläche für Bahnanlagen dargestellt, grenzt jedoch unmittelbar an ein Mischgebiet an. Die geplante Nutzung für Wohnen und Gewerbe füge sich in die nähere Umgebung ein, hieß es im Bauausschuss.
Bekannt wurde auch, welche Gewerbe in das Gebäude einziehen werden. So soll eine Büro- und Ausstellungsfläche für ein Sanitätshaus entstehen, auf der auch Rehamittel angeboten werden sollen. Einziehen sollen auch ein Friseur, die Mirower Wohnungsbaugesellschaft Wobau sowie eine Podologiepraxis.
Öffnungszeiten und Nebenanlage
Die Betriebszeiten würden sich auf die üblichen Werktagszeiten beschränken, sodass keine unzumutbaren Beeinträchtigungen der Nachbarschaft zu erwarten seien, heißt es aus dem Amt Kleinseenplatte. Die Räumlichkeiten des Sanitätshauses sollen montags bis freitags von 7.30 bis 16.30 Uhr geöffnet sein, der Friseur von 10 Uhr bis 18 Uhr. Die Wohnungsbaugesellschaft sei von 7.30 bis 17 Uhr erreichbar und die Podologiepraxis von 8 bis 20 Uhr geöffnet, so Bauleitplaner Christian Kubanke.
Außer der Sanierung des Bahnhofsgebäudes ist die Errichtung einer Nebenanlage in Modulbauweise mit einem etwa 30 Quadratmeter großen Aufenthaltsraum für die Bahnmitarbeiter geplant, hieß es im Bauausschuss. Vorgesehen sei dort auch eine öffentliche Unisex-Toilette.
Parkplätze für Reisende
Als Verkehrsknotenpunkt benötigt der Bahnhof auch Parkplätze für Reisende. Derzeit sind für das Vorhaben 18 Stellplätze nachgewiesen. Über die Bereitstellung weiterer 28 Stellplätze werde derzeit noch verhandelt, erklärt Bürgermeister Henry Tesch. Eine abschließende Prüfung erfolge im Baugenehmigungsverfahren.