Die Verkehrsbehörde des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte hat die geplante Installation von Verkehrsbügeln in der Malchiner Steinstraße gestoppt. Die Bügel sollten die Schilder für den verkehrsberuhigten Bereich in Augenhöhe der Autofahrer anbringen, doch die Behörde beanstandete die zu tiefe Hängung der Schilder und die unzureichende Eignung der Bügel für die Straße.
Pflanzkübel bleiben, Bügel werden abgebaut
Am Mittwoch wurden in der Steinstraße vier massive Pflanzkübel aufgestellt, um den Verkehr im Abschnitt bis zum Marktplatz zu verlangsamen. Für die Verkehrsbügel waren bereits Löcher in das Kopfsteinpflaster gebohrt worden, doch nach dem Einschreiten der Behörde wurden die Bügel wieder entfernt. Die Kübel sind vorerst mit Warnbaken gesichert und sollen in den nächsten Tagen markiert werden, wie der Stadtbauhof mitteilte.
Hintergrund der Verkehrsberuhigung
Die Ausbremsung des Verkehrs in diesem Bereich war seit langem eine Forderung vieler Malchiner, unter anderem des Senioren- und Behindertenbeirates. Die Stadt hatte die Maßnahme als verkehrsberuhigten Bereich ausgewiesen, der umgangssprachlich oft als „Spielstraße“ bezeichnet wird.
E.dis-Führungskräfte packen an
Beim Aufstellen der Hindernisse halfen mehr als ein Dutzend Führungskräfte des Verteilnetzbetreibers E.dis. Sie bepflanzten die Kübel mit einer Mischung aus Chinaschilf, Salbei, Rispenhortensien, Herbst-Anemonen, Kissen-Astern und Silberregen. Die Aktion trug den Titel „Führungskräfte packen an“ und wurde vom Vorstandsvorsitzenden Patrick Wittenberg als Beispiel für das gesellschaftliche Engagement des Unternehmens gelobt. Die Stadt Malchin beauftragte die Gruppe zusätzlich mit der Befestigung von Parkplätzen in der Schweriner Straße. E.dis stellte für die Aktion eine vierstellige Summe bereit, wie Kommunalreferentin Maren Rohloff erklärte.