In Waren hat der feierliche Spatenstich für den Neubau des Polizeihauptreviers an der Teterower Straße stattgefunden. Das Gebäude soll bis Dezember 2028 fertiggestellt werden und kostet rund 13,5 Millionen Euro. Das Land investiert damit in ein modernes Dienstgebäude, das unter anderem einen Fitnessraum und eine Wärmepumpen-Heizung erhalten soll.
Individueller Entwurf statt Standardbau
Der Neubau ist Teil des Sonderbauprogramms des Landes, mit dem insgesamt sieben neue Polizeigebäude entstehen. Anders als in anderen Städten wird der Bau in Waren nicht als angepasstes Standardgebäude ausgeführt. „Hier mussten wir städtebaulich auf das Grundstück reagieren“, erklärte Jens Rott, Leiter des Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamtes (SBL) Neubrandenburg. Das Revier werde schöner sein als die Vergleichsbauten, hieß es.
Die Mittel für das Projekt stammen aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität sowie aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Das dreigeschossige Gebäude entsteht auf einem rund 5.340 Quadratmeter großen landeseigenen Grundstück an der Teterower Straße.
Mehr Bürgerfreundlichkeit und moderne Ausstattung
Warens Polizeihauptrevierleiterin Kathrin Jähner freut sich besonders über die geplante Bürgerfreundlichkeit des Neubaus. „Wir sind am jetzigen Standort nicht unzufrieden, aber den Anforderungen an eine moderne, effiziente Polizei wird er eben nicht mehr gerecht“, so Jähner. Eines der derzeit genutzten Gebäude auf dem Mühlenberg stammt aus den 70er Jahren. Zudem sind das Revier und die Außenstelle des Kriminalkommissariats in einem zweiten Gebäude zwar über eine Treppe verbunden, aber räumlich getrennt.
Der Neubau wird Räume für den Wach- und Gewahrsamsbereich, für Vernehmungen, Beweis- und Waffenlager, Sozial- und Fitnessbereiche sowie Garagen und Carports umfassen. Der Entwurf stammt vom Rostocker Büro Buttler Architekten.
Energieeffizienz und regionale Firmen
Finanzminister Heiko Geue (SPD) betonte den hohen Grad an Energieeffizienz bei der Planung. Geplant sind Photovoltaikanlagen auf den Dächern, zwei Wärmepumpen, LED-Beleuchtung und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Von den bislang beauftragten Firmen kommen mehr als 80 Prozent aus Mecklenburg-Vorpommern.
Innenminister Christian Pegel (SPD) lobte die gute Wahl des Standorts hinsichtlich der Anfahrzeiten. Für viele Einsatzlagen würden sich diese verbessern. Das Sonderbauprogramm des Landes umfasst neben Waren weitere Neubauten in Gadebusch, Ueckermünde, Friedland, Bad Doberan, Sassnitz und Güstrow.