27 Millionen Euro: Europas modernste Bio-Schlachterei entsteht in Severin
27 Mio. Euro: Modernste Bio-Schlachterei in Severin

In Severin bei Parchim entsteht für rund 27 Millionen Euro die modernste Bio-Schlachterei Europas. Die neue Anlage der Mecklenburger Landpute soll auf 7.500 Quadratmetern täglich 45 Tonnen Hähnchen und Puten verarbeiten und damit die Schlachtkapazität des Unternehmens verdoppeln.

Grundsteinlegung mit Zeitkapsel

Mit einer Zeitkapsel wurde der Startschuss für das Großprojekt gesetzt. An der Feier nahmen unter anderem MVs Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) und der Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Stefan Sternberg (SPD), teil. Landputen-Chef Armin Kremer hob hervor, dass beide maßgeblich zum Gelingen des Projekts beigetragen hätten. Durch die Unterstützung sei es in für deutsche Verhältnisse Rekordzeit gelungen, das Projekt bis zur Baureife zu bringen.

Die Planungen liefen zügig: Im August wurde bei einem Besuch von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer in Ludwigslust die Problematik von Schlachtereiförderungen angesprochen. Bereits im Dezember kamen die richtigen Signale aus Berlin, und im September konnte mit dem Bau begonnen werden. Die Fertigstellung ist für den Herbst 2027 geplant.

280 Arbeitsplätze und Bekenntnis zum Standort

Das Projekt ist für die Landpute ein wichtiger Schritt, um den Standort mit seinen aktuell 280 Arbeitsplätzen zu sichern. Die Konkurrenz aus Osteuropa sei groß, erklärte Armin Kremer. Für Mecklenburg-Vorpommern und Deutschland ist die Investition ein Bekenntnis zur Wertschöpfungskette in der Landwirtschaft. „Wir brauchen die Veredelung und stehen zur Tierhaltung in MV“, betonte Till Backhaus.

Stefan Sternberg merkte an, dass Schlachthöfe in Deutschland nicht mehr selbstverständlich seien, und verwies auf die Schließung eines großen Schlachthofes im Nachbarlandkreis Prignitz. Die Landpute-Geschäftsführer Armin Kremer und Markus Oberheu erklärten: „Wir investieren nicht einfach nur in ein neues Gebäude, sondern in die Zukunft unseres Unternehmens und unserer Mitarbeiter. Mit moderner Technik wollen wir Tierwohl, Nachhaltigkeit und eine effiziente Produktion noch stärker miteinander verbinden.“