Alkohol ohne Altersprüfung: Automatenladen in Neustrelitz sorgt für Ärger
Alkohol ohne Altersprüfung: Automatenladen in Neustrelitz im Fokus

In einem Automatengeschäft in Neustrelitz haben Jugendliche über einen längeren Zeitraum Alkohol ohne Altersprüfung erhalten. Darunter waren auch hochprozentige Getränke wie Wodka und Whisky. Der Missstand wurde durch eine Recherche des Nordkurier aufgedeckt. Die Stadtverwaltung Neustrelitz will nun umgehend handeln.

Stadtverwaltung bestätigt Missstand

„Infolge Ihrer Anfrage wurde der Automat überprüft und der von Ihnen beschriebene Missstand festgestellt. Die Stadtverwaltung hat den Gewerbetreibenden daraufhin unverzüglich kontaktiert“, erklärte Stadtsprecher Jan Ole Kiel. Der Betreiber des Geschäfts geht nach Angaben der Stadtverwaltung von einem technischen Fehler aus. Das Unternehmen habe zugesagt, das Problem noch im Laufe des 25. August durch einen Techniker beheben zu lassen.

Trotz mehrfacher Versuche war der Betreiber telefonisch nicht für den Nordkurier erreichbar.

Automatengeschäft zieht Jugendliche an

Der Selbstbedienungsladen ist bereits mehrfach in den Ausschüssen der Stadt thematisiert worden. Regelmäßig versammeln sich dort Jugendliche, die durch die Möglichkeit, ungeprüft an alkoholische Getränke zu gelangen, angezogen werden. Das Geschäft bietet neben Alkohol auch Zigaretten, Schokoriegel und Energydrinks an.

Die Automaten in der Zierker Straße 66 sind seit dem 30. November 2024 in Betrieb. Sie werden mit „Snacks und Drinks aus aller Welt“ beworben und sind rund um die Uhr geöffnet. Das Berliner Unternehmen betreibt mehrere Filialen, unter anderem in Friedland, Neubrandenburg und Demmin.

Neustrelitz setzt auf Sicherheitsausschuss

Vor der Sommerpause hatte die Stadtvertretung Neustrelitz beschlossen, den Innovationsausschuss aufzulösen und stattdessen einen Ausschuss für Ordnung und Sicherheit einzurichten. Dieser soll hinter verschlossenen Türen tagen und sich unter anderem mit zunehmenden Schmierereien im Stadtgebiet befassen. Auch umherziehende Jugendgruppen und das Thema Drogen seien von Bedeutung, hieß es von Stadtpräsident Max Odebrecht (CDU).