Beim sechsten Honig- und Regionalmarkt am Sonnabend am Neustrelitzer Hafen konnten sich die Besucher von der Vielfalt der Region überzeugen. Das Angebot reichte von Kartoffeln, Zwiebeln und Fleischprodukten des Neustrelitzer Biohofs Dudziak über Bonbons aus der Manufaktur von Stefanie Müller aus Lychen bis zu Seifen, Körperölen und Cremes aus der Seifenmanufaktur Galenbeck. Im Mittelpunkt standen Honig und die dazugehörigen Produkte, die probiert und gekauft werden konnten. Organisiert wurde der Markt vom Neustrelitzer Imkerverein.
Besucher schätzen Qualität direkt vom Erzeuger
Die Berliner Familie Neumeister machte auf ihrem Weg nach Bad Doberan einen Abstecher nach Neustrelitz, nachdem sie im Internet vom Honigmarkt erfahren hatte. „Wir sind vor einigen Jahren auf den Geschmack von echtem Honig gekommen und wissen um die Qualität, die direkt von den Erzeugern ohne Beimengungen geliefert wird. Das ist gut für unsere Gesundheit und uns den Abstecher hierher wert“, erklärten sie.
Franziska Stranz aus Gramelow bei Burg Stargard war bereits mehrfach mit ihrem Verkaufswagen auf dem Honigmarkt. Sie bietet alles an, was aus Schafen und Lämmern hergestellt werden kann. Ihre Familie betreut seit über 30 Jahren eigene Schafherden, die auf Weiden rund um Burg Stargard ihr Futter finden. Da es oft Schwierigkeiten gibt, Schafwolle zu verkaufen, bieten die Gramelower diese auch zur Selbstabholung für Hobbygärtner an. Am Stand erfuhren die Besucher, dass sich mit der Wolle der Boden verbessern lässt. „Die Schafwolle zersetzt sich in der Erde und bildet Dünger. Gleichzeitig hält sie die Feuchtigkeit“, sagte Franziska Stranz.
Handwerk mit Tradition und Nachwuchssorgen
Heiko Käding aus Boldekow arbeitet seit 35 Jahren als Flechter. Gelernt hat er das Handwerk von Grund auf in der Familie und setzt damit die Tradition seines Großvaters und Vaters fort. Dabei nutzt er noch uralte Maschinen und Werkzeug, wie er auf dem Markt berichtete. An seinem Stand bot er verschiedene Körbe an. Nachwuchs sei in diesem Gewerbe ein großes Problem, schilderte er. Mittlerweile gebe es nur noch wenige Flechtmeister, die auch das Rahmenflechten beherrschen. Käding arbeitet Sitzflächen und Lehnen alter Sitzmöbel wieder auf.
Imkerverein zeigt sich zufrieden
Martin Henze, stellvertretender Vorsitzender des Imkervereins Neustrelitz, zeigte sich zufrieden mit dem Zuspruch für den Markt. „Trotz der großen Hitze sind mehr als 40 Hersteller vor Ort. Viele davon waren schon mehrfach auf unseren Markt“, sagte er. In jedem Jahr stoßen neue Anbieter dazu, wie eine Kaffeerösterei und einige Holzverarbeiter. Auch die Verkehrswacht war in diesem Jahr mit einem Stand auf dem Markt vertreten.
„Wir freuen uns über die unkomplizierten Verhandlungen mit der Stadt Neustrelitz, die uns ohne großen Aufwand die Flächen zur Verfügung stellt. Der Bürgermeister ist unser Schirmherr“, sagte Henze.