Sonnenfinsternis und Sternschnuppen am 12. August: Die besten Plätze in der Region
Sonnenfinsternis und Sternschnuppen: Die besten Plätze

Am 12. August erwartet die Region ein seltenes Himmelsereignis: Eine partielle Sonnenfinsternis und der Höhepunkt des Perseidenschauers. Gegen 19.15 Uhr beginnt die Sonnenfinsternis, wenn sich der Mond zwischen Sonne und Erde schiebt. Der Höhepunkt wird gegen 20.12 Uhr erreicht, wenn etwa 85 Prozent der Sonne verdeckt sind.

Nächste Finsternis im August 2027

Ein solches Schauspiel kommt im Durchschnitt alle ein bis drei Jahre vor. Zuletzt war in Mecklenburg-Vorpommern am 29. März 2025 eine Sonnenfinsternis zu sehen. Die nächste partielle Sonnenfinsternis in der Region findet am 2. August 2027 statt. Eine totale Sonnenfinsternis im Norden Deutschlands wird erst am 7. Oktober 2135 erwartet.

Perseiden in der Nacht

In der Nacht lohnt sich erneut ein Blick in den Himmel: Bei klarer Sicht erreicht der Perseidenschauer seinen Höhepunkt. Ab etwa 22 Uhr bis in die frühen Morgenstunden zwischen 2 und 4 Uhr am Donnerstagfrüh sind viele Sternschnuppen zu sehen.

Beste Plätze zur Beobachtung

Einen besonders guten Blick in den westlichen Abendhimmel bieten die neun frei zugänglichen Sternenbeobachtungsplätze im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Diese befinden sich in Neu Sammit, am Krakower Obersee, in Bossow und Sandhof, in Ortkrug bei Alt Schwerin, in Klocksin, Dobbin, Kirch Kogel und am Hellberg zwischen dem Goldberger und Dobbertiner See. Der Naturpark ist der erste von Dark Sky international zertifizierte Sternenpark in Norddeutschland und gehört zu den dunkelsten Gegenden in der Bundesrepublik.

Veranstaltungen und weitere Orte

Auf dem Reiterhof Boschatzke in Riederfelde bei Lübz beginnt um 18 Uhr das gemeinsame Schauen in den Himmel. Organisiert wird das Sonnenfinsternis- und Sternegucken vom Lübzer Planetarium und der Stadt Lübz gemeinsam mit dem Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. „Dort gibt es keine störenden Bäume, und der Blick zum Horizont ist frei“, berichtet die Lübzer Bürgermeisterin Astrid Becker. Bis 23 Uhr ist ein Verweilen möglich. Der Eintritt für Erwachsene kostet 7 Euro, Kinder bezahlen 3 Euro. Vor Ort ist nur Barzahlung möglich.

Auch in der Lewitz gibt es Orte mit schönem Blick in die Natur und auf das Himmelsereignis, etwa rund um den Aussichtsturm an der Dütschower Brücke oder nahe der Lewitz-Fischteiche. Die Region um die Elbtalaue oder die Binnenwanderdüne bei Klein Schmölen nahe Dömitz sind als weitläufiges Gebiet gut geeignet. Im Raum Sternberg bietet der hölzerne Aussichtsturm bei Sternberg einen guten Blick, ebenso Freiflächen wie der Fußballplatz am Weg zum Roten See oder die Felder am Mühlenberg in Brüel. Auch am Sportstadion am Sternberger See ist freie Sicht nach oben. Ein Ausflug mit dem Boot auf einen der zahlreichen Seen bietet ebenfalls einen besonderen Blick.

Sicherheit geht vor

Wer das seltene Ereignis beobachtet, sollte unbedingt geeignete Schutzmaßnahmen einhalten. Normale Sonnenbrillen bieten keinen ausreichenden Schutz – spezielle Sonnenfinsternisbrillen, die online oder im Fachgeschäft und beim Optiker erhältlich sind, sind unerlässlich. Sie filtern schädliche UV- und Infrarotstrahlung heraus und bewahren die Augen vor irreparablen Schäden. Besonders Kinder sollten nicht unbeaufsichtigt in die Sonne blicken. Auch durch Teleskope oder Ferngläser darf niemals ohne Schutz in die Sonne gesehen werden, da das gebündelte Licht das Auge innerhalb von Sekunden schädigen kann. Wer die Sonnenfinsternis fotografieren möchte, benötigt spezielle Filter für Kameras und Handys.