24-Millionen-Schub für Güstrow: Neubau und Campus-Umbau für Polizei und FH
24-Millionen-Schub für Güstrow: Polizei und FH profitieren

In Güstrow haben Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und Innenminister Christian Pegel (SPD) am Freitagmorgen, 14. August, den Startschuss für zwei Bauprojekte gegeben. Mehr als 24 Millionen Euro fließen in den Standort – investiert in die Modernisierung der Polizeistruktur und der Polizeiausbildung.

Neues Trainingszentrum auf dem FH-Campus

Den Auftakt machte um 10 Uhr der Festakt auf dem Campus der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege (FHöVPR) an der Goldberger Straße. In Gebäude 14, einem ehemaligen Wohnheim, entsteht bis April 2028 ein modernes Schulungs- und Trainingszentrum. Für rund 7,65 Millionen Euro werden dort Räume für Spurensicherung, Tatortdarstellungen und kriminologische Analysen eingerichtet.

Schwesig betonte die Bedeutung der Fachhochschule für Land und Stadt. FH-Direktor Dr. Stefan Metzger verwies auf eine laufende wissenschaftliche Befragung zum Sicherheitsgefühl der Güstrower und bezeichnete die Sanierung als „den Anfang von etwas Großem“. Weitere Campus-Sanierungen folgen, während die Einrichtung künftig den Namen „Hochschule für den öffentlichen Dienst (HöD M-V)“ tragen soll.

17 Millionen Euro für ein modernes Polizeizentrum

Kurz darauf folgte am Bredentiner Weg der symbolische Spatenstich für den Neubau der Polizeiinspektion, des Polizeihauptreviers und des Kriminalkommissariats. Für über 17 Millionen Euro entsteht ein dreigeschossiger Bau im Standard Effizienzhaus 40, der nur 40 Prozent der Energie eines Standardgebäudes benötigt. Geplant sind eine Photovoltaikanlage und ein eigener Fuhrpark-Pflegestützpunkt.

Der Leiter der Polizeiinspektion Güstrow, Hannes Lerke, hob die Bedeutung des traditionsreichen Standorts hervor. Das Baugeschehen werde die Beamten bis zum Einzug im Herbst 2029 täglich begleiten. Lothar Fetzer, Leiter des Polizeihauptrevieres, sagte: „Wir freuen uns auf mehr Platz, bessere Sicherheitsstandards und abgestimmte Räume. Der Neubau ist überfällig und ermöglicht eine zukunftsfähige Polizeiarbeit.“

Maßgeschneiderte Lösung statt Standardbau

In den kommenden Wochen wird die Zaunanlage versetzt, um Baufreiheit zu schaffen. Das Vorhaben ist Teil des landesweiten Polizeibauprogramms „Sieben auf einen Streich“, in dessen Rahmen rund 95 Millionen Euro in moderne Dienststellen fließen. Während andere Standorte nach einem standardisierten Typenmodell gebaut werden, erhalten Güstrow und Waren (Müritz) maßgeschneiderte Entwürfe.