Volkshaus-Sanierung in Friedland: Neuer Termin ab Oktober
Volkshaus-Sanierung: Neuer Termin ab Oktober

Das Friedländer Volkshaus wird ab dem 1. Oktober für den Veranstaltungsbetrieb geschlossen. Grund ist eine umfassende Sanierung des Gebäudes, wie aus dem Rathaus mitgeteilt wird. Mit den Modernisierungsmaßnahmen soll das Volkshaus fit für die Zukunft gemacht werden, damit es ein attraktiver Ort für Feiern, Vereinsleben, Kultur und Veranstaltungen bleibt.

Mehrfach verschobener Starttermin

Eigentlich sollten die Arbeiten bereits Mitte Oktober 2025 beginnen, doch der Termin wurde mehrfach verschoben. Laut Bürgermeister Frank Nieswandt (Die Linke) ergaben sich im Zuge der weiteren Planungen zusätzliche Anforderungen, die bei der ursprünglichen Antragstellung nicht absehbar waren. Dazu gehörten unter anderem die Erstellung eines Schadstoffkatasters, vertiefende statische Untersuchungen der Saalbinder, die Fortschreibung des Brandschutzkonzeptes sowie weitere planungsbegleitende Untersuchungen.

Auch die Baukosten fielen nach der Vorplanung deutlich höher aus als zunächst angenommen. Deshalb musste der geplante Leistungsumfang überarbeitet und mit dem Fördermittelgeber abgestimmt werden. Eine vollständige Sanierung würde rund acht Millionen Euro kosten – zu viel für den Haushalt der Kleinstadt.

Erster Bauabschnitt mit Teilmaßnahmen

Im nun angedachten ersten Bauabschnitt soll nur ein Teil der Sanierungsmaßnahmen umgesetzt werden. Dabei geht es um eine umfassende Erneuerung der technischen Gebäudeausrüstung, insbesondere der Elektro- und Heizungsanlagen. Zudem sollen die Decken im Wintergarten und im Foyer erneuert, ein Plattformlift an der Bühne errichtet sowie Maler- und Parkettarbeiten durchgeführt werden. Auch die Künstlergarderoben einschließlich der Sanitärbereiche sollen hergerichtet werden.

Die Gesamtkosten werden auf bis zu drei Millionen Euro geschätzt, ein Teil davon soll vom Bund gefördert werden. Eine qualifizierte Kostenschätzung ist im fortlaufenden Planungsprozess noch in Arbeit.

Vorbereitungen ab Oktober

Ab dem 1. Oktober sollen zunächst Vorbereitungen für die Sanierung beginnen, darunter Beräumungsarbeiten sowie notwendige Unterhaltungs- und Vorbereitungsmaßnahmen außerhalb der eigentlichen Fördermaßnahme. Für die Arbeiten an der Saaldecke wird eine Asbestbaustelle eingerichtet. Ziel ist es, die Voraussetzungen für die anschließende Umsetzung der geförderten Bauleistungen im Jahr 2027 zu schaffen. Die Stadt geht davon aus, dass dieser Zeitplan eingehalten werden kann.

Bis zum 30. September können bereits vereinbarte Veranstaltungen wie gewohnt stattfinden, danach über ein Jahr lang nicht. Die Stadt rechnet damit, dass das Volkshaus 2028 wieder genutzt werden kann.