Niedrigwasser: Badesteg am Großen Fürstenseer See gesperrt
Niedrigwasser: Badesteg in Fürstensee gesperrt

Am Großen Fürstenseer See ist das Springen vom Badesteg derzeit nicht möglich. Der Wasserstand ist so stark gesunken, dass ein Sprung ins Wasser ein erhebliches Verletzungsrisiko birgt. Der Steg selbst kann weiterhin betreten werden, wie die Stadt Neustrelitz mitteilt.

Nur 1,60 Meter Wassertiefe

Die Wassertiefe beträgt am niedrigsten Punkt des Steges – vom Strand aus gesehen an der vorderen linken Ecke – nur noch 1,60 Meter. Zwischen Wasseroberfläche und Stegoberkante liegen rund 1,40 Meter. Bei einem Sprung aus dieser Höhe sei ein Verletzungsrisiko nicht auszuschließen, so die Stadt.

Längerer Steg am Nationalpark gescheitert

Die Stadtverwaltung Neustrelitz hatte ursprünglich einen deutlich längeren Steg geplant, um bis in tieferes Wasser zu reichen. Das Müritz-Nationalparkamt erteilte dafür jedoch keine Genehmigung. Auch eine erneute Anfrage des Bürgermeisters Andreas Grund (parteilos) blieb erfolglos – das Nationalparkamt lehnte die längere Variante ab.

420.000 Euro für zwei Stege

Parallel zum Fürstenseer Steg entstand 2025 auch ein neuer Badesteg in Klein Trebbow. Inklusive Planungskosten investierte die Stadt Neustrelitz insgesamt 420.000 Euro in beide Bauwerke. Umso ärgerlicher ist die aktuelle Sperrung mitten in der Badesaison.

Bereits im Frühjahr 2023 mussten beide Stege wegen starker Beschädigungen gesperrt werden. Sie galten als nicht mehr ausreichend sicher, woraufhin die Stadtvertretung den Neubau beschloss. Als Zwischenlösung dienten Schwimmplattformen auf dem Kluger See und dem Großen Fürstenseer See. Beide Gewässer sind beliebte Badeziele für Einheimische und Touristen.