Mehr als 300 Menschen aller Altersgruppen haben am 12. August die partielle Sonnenfinsternis auf dem Gelände des Ferienhofes Botschatzke in Riederfelde bei Lübz beobachtet. Veranstalter waren die Stadt Lübz, der Ferienhof und die Naturparkverwaltung Nossentiner/Schwinzer Heide.
Hohes Verkehrsaufkommen auf der B 191
Das Spektakel, bei dem sich der Mond zwischen Sonne und Erde schob, sorgte für volle Straßen. Insbesondere auf der Bundesstraße 191 herrschte am frühen Mittwochabend zwischen Lübz und Plau ein hohes Verkehrsaufkommen. Viele Urlauber, die in der Region ihren Sommer verbringen, reihten sich neben einheimischen Fahrzeugen ein.
„Man könnte meinen, halb Deutschland sei extra hierher gekommen“, sagte ein einheimischer Besucher. Lübz‘ Bürgermeisterin Astrid Becker ergänzte lachend: „Da sieht man, wer hier alles so Urlaub macht.“
Idealer Beobachtungsstandort
Riederfelde liegt relativ hoch, das Gelände bietet einen freien Blick gen Westen und ist von keinen Bäumen oder Gebäuden behindert. Daher eignete es sich bestens als Beobachtungsstandort. Silvia Rabethge und Petra Dittmar reisten extra aus Schwerin an: „Wir haben von dieser Aktion erfahren und da war klar: Da müssen wir hin.“
Kinder und Jugendliche, die auf dem Ferienhof ihre Reiterferien verbrachten, hatten einen kurzen Weg. Mitarbeiter der Naturparkverwaltung bauten gemeinsam mit dem Astronomielehrer Torsten Degen verschiedene Fernrohre auf, darunter ein Celestron C 8 mit 20 Zentimetern Objektivöffnung. Das Bild wurde computergestützt nachgeführt und live auf eine Leinwand übertragen.
Gemeinschaftserlebnis der besonderen Art
Die Teilnehmer konnten das Ereignis ohne spezielle Schutzbrillen auf der Leinwand verfolgen. Die Lübzer Optikerfirma Ahlmann bot Brillen gegen eine kleine Gebühr an. Als das Ereignis begann, setzten viele die Brillen auf oder hielten sie vor das Handy, um den Mond zu beobachten.
Astrid Becker erinnerte sich: „Vor einem Jahr hatten wir bei der Perseidennacht die Idee, dieses Ereignis der Sonnenfinsternis in diesem Jahr gemeinsam mit vielen Bürgern zu beobachten.“ Die Pferdekoppel war schnell gefunden, die Tiere wurden auf einem anderen Areal und im Stall untergebracht, wie Berit Botschatzke erzählte. Gemeinsam mit Torsten Degen wurde der ideale Beobachtungspunkt gefunden – ein Gemeinschaftserlebnis der besonderen Art.