Axel Mitbauer: Film über spektakuläre Flucht in Boltenhagen
Film über Axel Mitbauers DDR-Flucht in Boltenhagen

Am 17. August 2026 wird im Ostseebad Boltenhagen der preisgekrönte Dokumentarfilm „Der Wettkampf meines Lebens – Die Geschichte von Axel Mitbauer“ gezeigt. Der einstige DDR-Schwimmer Mitbauer, der 1969 von Boltenhagen aus über die Ostsee in die Freiheit schwamm, sowie Regisseur Antonio La Regina werden persönlich vor Ort sein.

Hintergrund des Films

Der Film erzählt die Fluchtgeschichte Axel Mitbauers. Er nutzte seine in der DDR-Schwimmausbildung erworbenen Fähigkeiten, um sich aus dem Land zu befreien. Dreharbeiten fanden in der Schweiz, in Boltenhagen, im ehemaligen Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen, in Leipzig, Österreich und Ungarn statt. La Regina betonte die Bedeutung der Authentizität: Mitbauer war beim Großteil der Dreharbeiten an der Seite der Regie, um die Realitätsnähe sicherzustellen.

Flucht und Folgen

Mitbauer sprang bei Schwerin aus einem Zug und gelangte per Anhalter nach Boltenhagen. Dort hielt er sich etwa zwei Wochen im Küstenstreifen auf, um die Patrouillenmuster der Grenzbrigade zu studieren. Er fand ein Zeitfenster von einer Minute, um ins Wasser zu stürmen. Am 18. August 1969 wurde er dem Bundesgrenzschutz der BRD übergeben. Kurz darauf wurde seine Mutter in Leipzig verhaftet und verlor ihren Arbeitsplatz. Die Sicherheitsmaßnahmen an der Ostsee wurden massiv ausgebaut.

Programm in Boltenhagen

Die Vorführung beginnt um 19 Uhr im Festsaal des Ostseebades. Karten sind für 15 Euro in der Touristinformation erhältlich. Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch mit Mitbauer und La Regina statt. Bereits ab 15 Uhr lädt eine begleitende Ausstellung „Über das Meer in die Freiheit“ in der Kirche auf der Paulshöhe ein, die bis Ende August geöffnet bleibt. Die Veranstalter betonen die Symbolik des Datums: Am 17. August 1969 verabschiedete sich Mitbauer von seiner Mutter vor seinem Fluchtversuch.