In Rostock-Gehlsdorf beginnen am Montag, 10. August, die nächsten Bauphasen in der Pressentinstraße. Die Stadtwerke Rostock informieren, dass zeitgleich an zwei Stellen gearbeitet wird: Unter halbseitiger Sperrung starten die Arbeiten auf Höhe des Schöffenwegs bis zur Hausnummer 23c. Parallel dazu gibt es eine Vollsperrung im Bereich zwischen Toitenwinkler Weg und Zur Feuerwehr.
Umleitung für Anlieger und Busverkehr
Für Anlieger sowie den öffentlichen Nahverkehr wird eine Umleitung über die Schulstraße und die Rostocker Straße eingerichtet. Die Umleitungen werden vor Ort ausgeschildert. In Abstimmung mit der Rostocker Straßenbahn AG soll ein angepasster Busverkehr während der Sperrungen gewährleistet werden.
Über 3000 Meter neue Fernwärmeleitungen
In mehreren Bauabschnitten erweitern die Stadtwerke das bestehende Fernwärmenetz vom Kreisverkehr Fedor-Schuchardt-Straße/Pressentinstraße bis zur Gehlsdorfer Klinik. Insgesamt werden in Gehlsdorf mehr als 3000 Meter Fernwärmeleitungen verlegt. Der Ausbau soll bis 2028 abgeschlossen sein.
Neben der Klinik werden entlang der Trasse unter anderem die Grundschule Gehlsdorf, das Hauptzollamt und der Michaelshof an das Fernwärmenetz angeschlossen.
Straßensanierung parallel zum Fernwärmeausbau
Parallel dazu erneuert das Tiefbauamt der Hansestadt an vielen Stellen die Fahrbahndecke. Die Stadtwerke und das Tiefbauamt stimmen ihre Arbeiten eng miteinander ab, um Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich zu halten. Aufgrund der vorhandenen Straßenbreite sowie des begrenzten Bauraums auf Fahrbahn und Gehwegen seien Vollsperrungen in einzelnen Bauphasen jedoch unvermeidbar.
Kommunale Wärmewende in Rostock
Der Ausbau des Fernwärmenetzes ist ein zentraler Baustein der kommunalen Wärmewende. Rostock hat bereits 2022, als eine der ersten Großstädte Deutschlands, einen kommunalen Wärmeplan beschlossen. Derzeit sind rund zwei Drittel der Haushalte an das Fernwärmenetz angeschlossen. In den kommenden Jahren soll dieser Anteil auf bis zu 80 Prozent steigen.
Der kommunale Wärmeplan definiert die Gebiete, in denen der Ausbau der Fernwärme vorrangig vorangetrieben wird. Gleichzeitig wird die Wärmeerzeugung schrittweise auf erneuerbare Energien umgestellt, um die CO2-Emissionen deutlich zu senken.