Ein Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei hat am Mittwoch den Rostocker Überseehafen stundenlang beschäftigt. Auf der Stena-Line-Fähre „Mecklenburg-Vorpommern“ war eine unbekannte Flüssigkeit ausgetreten. Jetzt steht fest: Es handelte sich nicht um einen Gefahrenstoff.
Unbekannte Flüssigkeit aus Zugwaggon
Gegen 15.50 Uhr ging bei der Rostocker Feuerwehr die Meldung ein, dass aus einem Zugwaggon auf der Fähre eine unbekannte Flüssigkeit austrete. Die Vermutung: Es könnte sich um einen Gefahrenstoff handeln. Daraufhin riegelten Polizei und Feuerwehr den Bereich weiträumig ab und evakuierten das Schiff bis auf wenige Crewmitglieder.
Passagiere und Crew wurden medizinisch untersucht. „Fünf Personen wurden für weitere Untersuchungen vorsorglich in umliegende Kliniken transportiert und haben diese teilweise im Verlauf des Einsatzes wieder verlassen“, teilte die Feuerwehr mit. Die übrigen Passagiere wurden während des Einsatzes durch die Reederei betreut.
Messungen geben Entwarnung
Einsatzkräfte in speziellen Chemikalienschutzanzügen untersuchten den betroffenen Kesselwagen und fingen die austretende Flüssigkeit auf. Nach Auswertung aller Mess- und Erkundungsergebnisse konnte ein Austritt des Gefahrstoffes nicht bestätigt werden. Stattdessen geht die Feuerwehr davon aus, dass es sich um abtropfendes Kondenswasser aus der Kesselwandung handelte.
Nach zehn Stunden, gegen 2 Uhr nachts, beendeten Feuerwehr und Polizei ihren Einsatz.