Chemie-Alarm auf Stena-Fähre: 200 Menschen evakuiert
Chemie-Alarm auf Stena-Fähre: 200 Menschen evakuiert

Im Rostocker Überseehafen ist es am Mittwochnachmittag zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei gekommen. Auf der Stena-Line-Fähre „Mecklenburg-Vorpommern“, die zwischen Rostock und dem schwedischen Trelleborg verkehrt, ist ein bislang unbekannter Gefahrstoff ausgetreten. Rund 200 Menschen mussten das Schiff verlassen.

Unbekannter Giftstoff aus Zugwaggon ausgetreten

Nach ersten Erkenntnissen soll aus einem Zugwaggon auf der Fähre an der Eisenbahnrampe ein noch unbekannter, aber toxischer Gefahrenstoff ausgetreten sein. Die Rostocker Berufs- und Freiwillige Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot im Überseehafen im Einsatz. Mehrere Rettungswagen wurden in Stellung gebracht, der Gefahrenbereich weiträumig abgeriegelt.

Spezialisierte ABC-Einheiten der Feuerwehr sind vor Ort. Die Einsatzkräfte betreten in Chemikalien-Schutz-Anzügen die Fähre, die am Liegeplatz 64 liegt. Um welchen Gefahrenstoff es sich genau handelt, konnte die Polizei zunächst nicht mitteilen.

Vier Besatzungsmitglieder im Krankenhaus

Ein Sprecher der Reederei Stena Line sagte, es seien vier Besatzungsmitglieder zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht worden. Das sei eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Die „Mecklenburg-Vorpommern“ hatte gegen 15 Uhr ablegen sollen. Nach seinen Angaben waren 209 Menschen an Bord. 168 Passagiere seien zurück zum Terminal gebracht worden. Von den 41 Crewmitgliedern seien der Kapitän und einige weitere Mitarbeiter an Bord geblieben. Für sie bestehe aber keine Gefahr.

Abfahrten abgesagt

Die Abfahrt nach Trelleborg wurde abgesagt, ebenso die für 22 Uhr geplante Rückfahrt von der schwedischen Hafenstadt. Der Gefahrenbereich rund um das Fährschiff bleibt weiträumig abgeriegelt.