Zur Einweihung der sanierten Stadthalle in Wismar hat der Handball-Drittligist HC Empor Rostock dem Bundesligisten HC Hamburg mit 29:41 (14:22) unterlegen. Vor 900 Zuschauern verkaufte sich das Team von Trainer Stephan Just gegen den zwei Klassen höher spielenden Gegner aber achtbar.
Festakt mit mehreren Vergleichen
Die Stadthalle war nach einem Schwelbrand im Jahr 2019 bis Mai dieses Jahres für mehr als 17 Millionen Euro saniert worden. Den Auftakt des Handballfestes machten die Männer des MV-Oberligisten TSG Wismar und der Aufsteiger in die Regionalliga Ostsee-Spree Ribnitzer HV, den die Wismarer mit 25:35 verloren.
Im Anschluss stand der Vergleich zwischen dem HC Empor und dem HC Hamburg auf dem Programm. Die Rostocker Rückraumspieler Finn Scheminski, Julius Siegler und Elias Gansau überzeugten dabei erneut. Sie brachten ihr Team mit 2:0 in Front und hielten es bis zum 8:11 in der 15. Minute auf Kurs.
Trainer und Spieler ziehen positives Fazit
Hamburgs Trainer Torsten Jansen lobte den Rahmen: „Das war in einem von der TSG sehr gut organisierten Rahmen ein interessanter Vergleich. Ich denke, dass die Zuschauer auf ihre Kosten gekommen sind. Empor besitzt ein gutes, junges und entwicklungsfähiges Team, dem wir noch einiges mit auf den Weg geben konnten.“
Empors Rückraumakteur Michl Reichardt sagte: „Unter dem Strich haben wir uns gut aus der Affäre gezogen. Der HCH hat uns die Augen geöffnet, an welchen Stellschrauben wir bis zum Saisonstart am 29. August bei Aufsteiger Delitzsch noch zu drehen haben. Wir müssen in der Leistung noch konstanter über die 60 Minuten werden.“
Trainer Just sieht Entwicklungspotenzial
Rostocks Coach Stephan Just, der von 2003 bis 2005 mit dem in Wismar anwesenden HCH-Geschäftsführer Johannes Bitter beim SC Magdeburg zusammenspielte, zeigte sich mit dem Auftritt seiner Sieben zufrieden: „Das war über weite Strecken gegen einen zwei Klassen höher angesiedelten Kontrahenten eine gute Leistung. Die 29 Treffer unterstrichen, dass wir gegen eine Mannschaft aus der Beletage Chancen kreieren und uns nach Durststrecken wieder herausarbeiten können.“
Nach dem Wechsel probierte Just weitere Rückraum-Zusammenstellungen. Weitere Erkenntnisse erhofft er sich vom letzten Test am Freitag beim Ligarivalen Stralsunder HV sowie dem ersten Punktspiel.